Ein BMW mit offener Tür
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Bereitschaftspolizisten aus Wiesbaden haben auf der A3 ein Kleinkind aus einem verriegelten BMW befreit. (Symbolbild)

Mit ungewöhnlicher Methode

Polizisten knacken BMW und befreien Kleinkind – ohne das Auto zu berühren

  • Tim Vincent Dicke
    vonTim Vincent Dicke
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Das ist noch einmal gut gegangen: Polizisten aus Wiesbaden befreien ein Kleinkind aus einem verriegelten BMW. Die Methode ist erstaunlich.

Wiesbaden/Spessart – Mit einer ungewöhnlichen Methode haben Beamte der Bereitschaftspolizei aus Wiesbaden einen BMW geknackt – und damit ein Kleinkind befreit. Dies teilte das zuständige Polizeipräsidium in einer Meldung mit.

Demnach waren die vier Bereitschaftspolizisten am Donnerstag (15.04.2021) auf der Rückfahrt von einem Einsatz, als ein Tankstopp an der Rastanlage Spessart an der A3 eingelegt werden musste. „Während des Halts am Nachmittag an der Tankstelle machte sich eine aufgewühlte junge Frau aus Regensburg bei den Beamten bemerkbar, die ihren Autoschlüssel in ihrem Fahrzeug vergessen hatte“, hieß es aus Wiesbaden.

Polizisten aus Wiesbaden knacken BMW: Auto verschließt sich automatisch

Der BMW der Frau hatte sich nach ihrem Aussteigen automatisch verschlossen. Das Fatale: Im Auto saß ihr zwei Monate altes Baby, das nach Darstellung der Polizei zunehmend unruhiger wurde. Die betroffene Mutter berichtete den Polizisten, dass der Zweitschlüssel im rund 260 Kilometer entfernten Regensburg sei – eine Anfahrt dorthin würde mehr als zweieinhalb Stunden dauern.

Im weiteren Verlauf weinte das Baby „bitterlich“ und die Zeit wurde immer knapper. Zunächst dachten die Beamten darüber nach, die Scheibe des BMW einzuschlagen, doch dann kam einem die zündende Idee: Warum nicht den bayerischen Autokonzern kontaktieren und um Öffnung per Fernsteuerung bitten?

Polizisten aus Wiesbaden knacken BMW: Happy End für Mutter und Kind

Nach mehreren Telefonaten mit BMW und einer Übermittlung der Fahrzeugidentifizierungsnummer, bestätigte sich, dass das Auto per Fernentriegelung geöffnet werden konnte. Nachdem sich der Mitarbeiter des Unternehmens über die Echtheit der Beamten versicherte, öffnete er das Fahrzeug aus der Ferne.

„Nach etwas weniger als einer halben Stunde konnte die junge Mutter ihre Tochter in die Arme schließen und beruhigen. Und auch die Kollegen des Hessischen Bereitschaftspolizeipräsidiums konnten mit etwas Verspätung, aber glücklich, die Heimreise fortsetzen“, hieß es von der Polizei.

Auf der A3 nahe Wiesbaden hatten sich hintereinander drei Unfälle ereignet. Acht Personen wurden verletzt, ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. (Tim Vincent Dicke)

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