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In einem Weiher des Kurparks in Wiesbaden sind zahlreiche tote Fische gefunden worden. Inzwischen sind die „Täter“ entlarvt. (Symbolbild)

Tote Fische im Kurpark

Rätselhaftes Fischsterben in Wiesbaden: „Täter“ jetzt entlarvt 

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In einem Weiher des Kurparks in Wiesbaden sind zahlreiche tote Fische gefunden worden. Inzwischen sind die „Täter“ entlarvt.

  • Zahlreiche tote Fische im Kurpark in Wiesbaden entdeckt
  • Kurpark gesperrt, Wasserproben entnommen
  • Ursache für Fischsterben in Weiher ist nun bekannt 

Update vom Montag, 30.12.2019, 12.58 Uhr: Nach dem Fund von drei Dutzend toten Fischen im Wiesbadener Kurpark ist die Ursache geklärt. Mit großer Sicherheit habe ein Schwarm hungriger Kormorane in dem Weiher gejagt, sagte ein Sprecher des Regierungspräsidiums Darmstadt am Montag (30.12.2019). 

An den 36 aufgesammelten Kadavern sind demnach eindeutig die Spuren von Schnabelhieben zu erkennen, hieß es. Außerdem habe ein Mitarbeiter des Kurparks berichtet, die Kormorane beim Jagen beobachtet zu haben. Nach dem Fund der toten Fische am Wochenende waren vorsorglich Wasserproben genommen und auf giftige Substanzen untersucht worden.

Rätselhaftes Fischsterben in Wiesbaden: Kurpark gesperrt – Proben entnommen

Erstmeldung vom Sonntag, 29.12.2019, 06.18 Uhr: Wiesbaden – Im Weiher des Kurparks in Wiesbaden ist am Samstagabend (28.12.2019) nach Angaben der Feuerwehr eine „größere Anzahl“ toter Fische gefunden worden. Das Fischsterben stellt für Behörden und Einsatzkräfte derzeit noch ein Rätsel dar. 

Die Feuerwehr Wiesbaden hat mehrere Wasserproben aus dem Weiher entnommen, die Aufschluss über die Ursache des Fischsterbens geben sollen. Der Kurpark in Hessens Landeshauptstadt bleibt aus Sicherheitsgründen vorerst geschlossen. 

Wiesbaden: Wasser-Analyse nach Fischsterben im Kurpark

Das Ergebnis der Wasserproben soll in den kommenden Tagen eintreffen. Die Wasserschutzbehörden aus Wiesbaden und das Regierungspräsidium Darmstadt sind für die Analyse verantwortlich. 

Den Zu- und den Ablauf des betroffenen Weihers hat die Berufsfeuerwehr derweil verschlossen. Die Kurpark-Verwaltung der Stadt Wiesbaden traf die Entscheidung, den Kurpark abzusperren und Hinweisschilder anbringen zu lassen. 

Zuvor hatten Polizei und Feuerwehr das Umfeld des Weihers im Kurpark Wiesbaden sowie dessen Zufluss, den Rambach, „umfangreich“ erkundet, wie die Feuerwehr mitteilte, ohne aber einen möglichen Grund für das Fischsterben ausmachen zu können. 

Wiesbaden: Nicht das erste Fischsterben im Kurpark

Nach Informationen des Wiesbadener Kuriers war am Samstag rund um den Kurpark ein starker Fischgeruch wahrnehmbar. Die Zeitung berichtete außerdem, es sei in dem Kurpark-Weiher vor einigen Jahren schon einmal zu einem Fischsterben gekommen. 

Die genaue Anzahl der im aktuellen Fall verendeten Tiere habe die Feuerwehr zunächst nicht abschätzen können, berichtete hessenschau.de. Beim Einsatz sei es zu dunkel gewesen. Den Wasservögeln des Kurparks in Wiesbaden geht es dem Bericht zufolge gut. 

Kurpark in Wiesbaden ist zentral gelegen – Fischsterben gibt Rätsel auf

Der Kurpark in Wiesbaden ist mehr als 150 Jahre alt und knapp 75 000 Quadratmeter. Er liegt zentral in der Innenstadt, nur wenige Meter entfernt vom Hessischen Staatstheater. 

Die Kuranlagen erstrecken sich durch das Rambachtal bis fast in den Norden der Landeshauptstadt. Der Weiher mit seiner Wasserfontäne bildet einen der Fixpunkte und lädt vor allem im Sommer Spaziergänger zum Verweilen ein. 

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