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Mehrere Verletzte nach Gasaustritt in Wiesbadener Therme.

Bad geräumt

Großeinsatz in Wiesbaden: Chlorgas in Kaiser-Friedrich-Therme ausgetreten – 15 Verletzte

In der Kaiser-Friedrich-Therme in Wiesbaden ist es zum Austritt von Chlorgas gekommen. Das Bad musste geräumt werden, 15 Menschen wurden verletzt. 

Wiesbaden - In der Wiesbadener Kaiser-Friedrich-Therme in der Langgasse sind am Donnerstagnachmittag (12.09.2019) insgesamt 15 Menschen verletzt worden. Das Bad musste geräumt werden, teilte die Feuerwehr mit. 

Wie die Feuerwehr und die Therme übereinstimmend berichten, war ein Defekt an einer Dosierungspumpe Schuld an dem Austritt. Die Pumpe ist für die Flüssigchlorzufuhr im Wasser zuständig. Zur Zeit des Vorfalls befanden sich rund 40 Einsatzkräfte in der Therme. Ein Großteil von ihnen hatte den Bereich laut Feuerwehr bereits beim Eintreffen der Rettungskräfte verlassen. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit rund 200 Einsatzkräften vor Ort.

Chlor zur Reinigung des Wassers – 15 Menschen verletzt, darunter zwei Rettungskräfte

Chlorgas ist ein Atemgift mit Ätz- und Reizwirkung. Es kann auf der Haut, in den Augen und den Atemwegen reizend bis ätzend wirken. In Schwimmbädern wird Chlor in sehr geringen Konzentrationen zur Reinigung des Wassers verwendet. Die 15 verletzten Personen, darunter zwei Rettungskräfte, klagten Über Beschwerden wie Reizung der Atemwege. Sie wurden zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht. 

Nach der Räumung konnte die Feuerwehr den Gasaustritt abstellen. Gegen 19.30 Uhr war der Einsatz beendet. 

Am Mittwoch hatte die Feuerwehr das Sozialministerium in Wiesbaden geräumt, weil Löschgas ausgetreten war. Rund 250 Menschen hatten das Ministerium verlassen müssen. 

msb

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