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Die Stelle, an der die Bombe gefunden wurde, wird abgesichert. 

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Bombe in Wiesbaden entdeckt: Evakuierung abgeschlossen – Polizei kontrolliert Sperrzone

Am Donnerstagabend muss in Wiesbaden eine Weltkriegsbombe entschärft werden. Rund 3000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen. Wachkoma-Patienten in Schulturnhalle untergebracht.

Update, 11. April, 14.30 Uhr: Die Evakuierung in Wiesbaden ist abgeschlossen. Die Polizei kontrolliert seit etwa 13.30 Uhr die Sperrzone und klopft an alle Türen. "Die Evakuierung verlief ohne Zwischenfälle", sagte ein Sprecher der Stadt Wiesbaden am frühen Nachmittag dem hr. "Wir liegen voll im Zeitplan." Die Kontrolle der Sperrzone soll um 18 Uhr abgeschlossen sein, dann wird gegen 19 Uhr mit der Entschärfung der Weltkriegsbombe begonnen. 

Update, 11. April, 13.22 Uhr: Die Vorbereitungen für die Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Wiesbaden laufen den Worten eines Stadtsprechers zufolge nach Plan. Die Einsatzkräfte seien am Donnerstagmittag bereits mit Lautsprecherwagen in den Straßen unterwegs, um alle Menschen daran zu erinnern, dass sie ihre Wohnungen verlassen müssen. Die rund 250 Bewohner eines Altenwohnheims sowie eines Alten- und Pflegeheims wurden am Vormittag in eine nahe gelegene Schule gebracht, wie ein Sprecher der Stadt sagte.

250 Menschen aus einem Altenwohnheim sowie eines Alten- und Pflegeheims müssen evakuiert werden. 

Davon betroffen seien auch 39 Wachkoma-Patienten. Für sie sei in der Schulsporthalle ein medizinisches Zentrum eingerichtet worden, Ärzte und Pfleger seien vor Ort. Bis zum frühen Nachmittag soll das Viertel geräumt sein. Alle Geschäfte und Büros werden evakuiert. Auch ein Kindergarten ist betroffen.

Ab 19 Uhr soll die Weltkriegsbombe dann entschärft werden. 

Update, 11. April, 10.58 Uhr: Die Feuerwehr Wiesbaden hat ein FAQ zur Bombenentschärfung auf ihrer Homepage veröffentlicht. Dort können sich betroffene Bürger informieren. 

Update, 11. April, 10.26 Uhr:  Im Wiesbadener Stadtteil Bierstadt haben am Donnerstagmorgen die Vorbereitungen für die geplante Entschärfung einer Weltkriegsbombe begonnen. Die rund 250 Bewohner eines Altenheims sowie eines Alten- und Pflegeheims werden am Vormittag in eine nahe gelegene Schule gebracht, wie ein Sprecher der Stadt sagte. 

Bis 13 Uhr soll das Viertel mit insgesamt 2855 Einwohnern geräumt sein. Auch alle Geschäfte und Büros werden evakuiert. Der 250 Kilogramm schwere Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg soll ab 19 Uhr entschärft werden. Dazu muss auch die Bundesstraße 455 entlang der Sicherheitszone voll gesperrt werden. Die Bombe enthält nach Angaben der Stadt 120 Kilo Sprengstoff. Sie war bei vorbereitenden Arbeiten in einem potenziellen Neubaugebiet entdeckt worden.

Der Evakuierungsbereich in Bierstadt. 

Erstmeldung, 10. April, 18.34 Uhr: Wiesbaden - Am Donnerstagabend soll eine Weltkriegsbombe in Wiesbaden entschärft werden. Der Sprengkörper wurde im Bereich Wolfsfeld im Stadtteil Bierstadt gefunden, wie die Wiesbadener Feuerwehr mitteilte.  

3500 Bewohner von der Evakuierung betroffen – Entschärfung der Weltkriegsbombe um 19 Uhr

Vor der für 19 Uhr geplanten Entschärfung der 250 Kilogramm schweren Bombe müsse das Gebiet um den Fundort evakuiert werden. Der Radius für die Räumung betrage 700 Meter. Rund 3500 Bewohner sind nach ersten Schätzungen der Stadt von der Sicherheitsmaßnahme betroffen. Sie müssen ebenso ihre Häuser und Wohnungen verlassen wie auch die Bewohner eines Altenheims, das sich im Gebiet befindet. Die Bundesstraße 455 werde in dem Bereich von 18 Uhr an vollgesperrt.

Entdeckt wurde die Bombe bei vorbereitenden Arbeiten in einem potenziellen Neubaugebiet, wie Stadtsprecher Ralf Munser sagte. Um die Lage zu erörtern, sei ein Krisenstab zusammengetreten, sagte Stadtsprecherin Ilka Gilbert-Rohlke.

Betreuungsstellen für betroffene Bürger werden eingerichtet – Bürgertelefon schon am Mittwoch erreichbar

Die von der Evakuierung betroffenen Menschen müssen am Donnerstagnachmittag ihre Wohnungen und Häuser verlassen. "Vorzugsweise sollte eine private Ausweichmöglichkeit aufgesucht werden", empfiehlt die Stadt. Es würden aber auch Betreuungsstellen eingerichtet, die noch bekanntgegeben werden sollen.

Eingeschränkt gehfähige oder nicht mobile Personen, die im Evakuierungsbereich wohnen und einen Transport zu den Betreuungsstellen oder eine Verlegung in eine Klinik benötigen, können sich beim Bürgertelefon melden. Für diese Fälle stehe bereits am Mittwochabend zwischen 18 und 23 Uhr die Rufnummer 0611-319090 zur Verfügung.

red/dpa

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