Bei einer Versteigerung in WIesbaden ist für einen Brief ein hoher Preis gezahlt worden. (Symbolfoto)
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Bei einer Versteigerung in WIesbaden ist für einen Brief ein hoher Preis gezahlt worden. (Symbolfoto)

Auktion in Wiesbaden

Aus bedeutender Sammlung: Hoher Erlös für wertvollen Brief – Showdown zwischen zwei Bietern

  • Erik Scharf
    VonErik Scharf
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Ein wertvoller Brief aus einer der bedeutendsten Sammlungen ist in Wiesbaden unter den Hammer gekommen. Zwei Bieter lieferten sich ein Gefecht.

Wiesbaden/Hannover – Briefmarkensammler sind bereit, immense Summen für ausgefallene Einzelstücke zu zahlen. Nun ist ein besonderes Exemplar in Wiesbaden unter den Hammer gekommen – es ist über 150 Jahre alt, gehörte früher einem bekannten Firmenchef und brachte eine Menge Geld. Zwei Bieter hätten sich ein Gefecht geliefert.

Bei dem wertvollen Stück handelt es sich um einen Auslandsbrief des früheren Tengelmann-Chefs Erivan Haub, der 1861 von Hannover aus nach Chile geschickt wurde. Das Startgebot bei der Auktion am Samstag lag bei 50.000 Euro. Wie das Briefmarkenauktionshaus Heinrich Köhler in Wiesbaden mitteilte, ergebe sich der Wert aus seiner Einzigartigkeit.

Brief des früheren Tengelmann-Chefs in Wiesbaden erneut versteigert

Der sogenannte Ersttagsbrief, den der Versender am ersten Gültigkeitstag der verwendeten hannoverschen Briefmarken aufgab, gelangte den Angaben zufolge auf einer abenteuerlichen Reise bis nach Chile: Er fuhr unter anderem mit der Panama Railway von der Atlantikküste zur Pazifikküste Südamerikas und von dort weiter mit dem Schiff.

Zuletzt sei der Brief 2013 im gleichen Auktionshaus für 76 000 Euro versteigert worden, sagte ein Sprecher. Diesmal kam das Schriftstück bei einer Versteigerung in Wiesbaden für 145.000 Euro unter den Hammer.

Brief-Auktion in Wiesbaden: Früherer Tengelmann-Chef Haub mit wertvoller Sammlung

Die Briefmarkensammlung des früheren Tengelmann-Chefs wird seit mehreren Jahren nach und nach in Wiesbaden versteigert. Ein anonymer Bieter gab etwa 2019 genau 1,26 Millionen Euro für die Briefmarke „Baden-Fehldruck 9 Kreuzer“ aus der Sammlung von Haub aus. Beim Druck der Marke aus dem Jahr 1851 wurde versehentlich zu grünem statt rosafarbenem Papier gegriffen und damit eine philatelistische Berühmtheit geschaffen.

Der frühere Tengelmann-Chef Haub war 2018 im Alter von 85 Jahren gestorben. Der Milliardär hatte das Unternehmen mit Sitz in Mülheim an der Ruhr mehr als 30 Jahre geführt und Tengelmann zu einem international tätigen Handelskonzern ausgebaut.
Für die Versteigerung der gesamten Erivan-Sammlung sind Auktionen weltweit geplant. Der Unternehmer hat nach Einschätzung von Experten im Laufe seines Lebens eine der bedeutendsten Sammlungen der vergangenen Hundert Jahre zusammengetragen. (esa/dpa)

Auch eine Auktion der Deutschen Bahn sorgte in diesem Jahr für Aufsehen.

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