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Die Polizei will dem Treiben der Poser-Szene nicht tatenlos zuschauen.

Kontrollen im gesamten Stadtgebiet

Wiesbadener Polizei knöpft sich die Poser-Szene vor

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Nach Kontrollen im gesamten Stadtgebiet drohen vier Fahrern Fahrverbote, fünf Autos wurden stillgelegt. Ein Mercedes wurde sogar sichergestellt.

Wiesbaden - In der Nacht von Samstag auf Sonntag führte die Wiesbadener Polizei Geschwindigkeitskontrollen durch, mit denen besonders auch dem Phänomen der "Raser und Poser" entgegengewirkt werden sollte. Das Ergebnis spricht für sich. 

Über das ganze Stadtgebiet verteilt, wurden an insgesamt fünf Kontrollstellen Messungen durchgeführt und bei entsprechenden Verstößen unmittelbar im Anschluss die Fahrzeugführer angehalten und kontrolliert. Die Messungen fanden statt in der Schiersteiner Straße, der Rheingaustraße, der Biebricher Allee, der Oranienstraße und der Mainzer Straße.

Fünf Verstöße im Bußgeldbereich

Bei 25 festgestellten Geschwindigkeitsverstößen lagen fünf im Bußgeldbereich, das heißt, dass die erlaubte Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um mehr als 20 km/h überschritten wurde. In vier Fällen müssen die Fahrer sogar mit einem Fahrverbot rechnen. Der Höchstwert wurde mit 95 km/h bei erlaubten 50 km/h auf der Mainzer Straße gemessen. 

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Bei den Kontrollen wurden fünf Kraftfahrzeuge festgestellt, an denen Veränderungen technischer Art vorgenommen wurden, welche zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten. Ein PKW der Marke Mercedes wurde sogar sichergestellt, weil das Fahrzeug von einem Sachverständigen untersucht werden soll. Hintergrund sind die umfangreichen Umbauten, welche an dem Mercedes CLS 350 durchgeführt wurden. Diese hatten nach einer ersten Inaugenscheinnahme durch die Beamten vor Ort Einfluss auf die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges. 

Zusammenarbeit wird ausgebaut

Das Straßenverkehrsamt und die Landespolizei wollen auch in Zukunft gemeinsame Kontrollen durchführen und die Zusammenarbeit weiter ausbauen. Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, die Sicherheit auf Wiesbadens Straßen zu erhöhen und sogenannten "Rasern und Posern" zu zeigen, dass ihr Verhalten nicht geduldet wird.

tom 

Angeberei mit aufgemotzten Autos 

PS-Fetischisten Poser, Tuner, Raser: „Das Auto ist eine Art Ersatzmaßnahme“, sagt der Verkehrspsychologe Karl-Friedrich Voss. Defizite in anderen Lebensbereichen gleichen manche Menschen mit einem heftig getunten Wagen aus.   

Hanau geht mit dem sogenannten „Actibump“-System gegen tiefergelegte Protzkarren vor. 

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