Helmut-Schmidt-Schule

Die Zahl der Schüler im Hochtaunuskreis wächst

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Hessenweit ist die Gesamtschülerzahl leicht rückläufig – bei leicht steigender Erstklässlerzahl. Für den Taunus gilt genau die umgekehrte Reihenfolge. Der Hochtaunuskreis als Schulträger beobachtet das ganz genau.

760 000 Schüler besuchen derzeit in Hessen die öffentlich allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, 2000 weniger als noch im vergangenen Jahr, hat Kultusminister Alexander Lorz (CDU) Anfang August mitgeteilt. Die Zahl der Abc-Schützen hingegen ist hessenweit um 200 auf 54 200 gestiegen.

Für den Hochtaunuskreis hat die Leiterin des Staatlichen Schulamts für den Hochtaunus- und den Wetteraukreis, Dr. Rosemarie zur Heiden, genau umgekehrte Zahlen: „Die Zahl der Abc-Schützen in diesem Jahr liegt bei 2100, 50 weniger als im vergangenen Jahr, die aller Schüler an allgemeinbildenden Schulen bei 24 349, das sind 198 mehr als 2017“, sagt sie und fügt hinzu: „Letzteres wundert mich nicht, der Hochtaunuskreis mit seiner breiten Schullandschaft ist für Familien mit Kindern gleich welchen Alters attraktiv.“ Für die Beruflichen Schulen liegen dagegen keine nach Kreisen differenzierten Zahlen vor.

Wie dem auch sei: Der Run auf die weiterführenden Schulen des Hochtaunuskreises zeigt sich immer wieder – etwa an der Humboldtschule Bad Homburg, die in diesem Schuljahr neunzügig ist, oder am Gymnasium Oberursel, das achtzügig fährt. Jüngst aber auch mit Blick auf die ehemalige Konrad Lorenz Schule (KLS), jetzt Helmut-Schmidt-Schule in Usingen. Mit dem neuen Namen einher ging auch ein neues Konzept. An der bisherigen Haupt- und Realschule mit Förderstufe können Schüler jetzt nämlich auch, weil es sich um eine Kooperative Gesamtschule handelt, Abitur machen. Jetzt hat die Schule nämlich eine zweijährige Förderstufe der Haupt- und Realschulzweige und eine gymnasiale Eingangsklasse ab Klasse 5.

So bietet sie neben dem Haupt- und Realschulzweig einen nach G 9 organisierten gymnasialen Bildungsgang an. Eine eigene Oberstufe wird’s nicht geben. Hier sind aber die Übergänge unter anderem die Oberstufen der Christian-Wirth-Schule in Usingen oder der Adolf-Reichwein-Schule in Neu-Anspach gegeben. Außerdem existiert an der benachbarten Saalburgschule ein Angebot an weiterführenden Bildungsgängen: Das berufliche Gymnasium (Wirtschaft und Gesundheit) führt zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Daneben kann man die Fachoberschule oder andere berufsbildende Studiengänge besuchen, die zur Fachhochschulreife führen.

Das fanden wohl viele Eltern attraktiv, so dass die Helmut-Schmidt-Schule sich nach Angaben von Schulamtsleiterin zur Heiden über mangelnde Nachfrage nicht beklagen kann. Konkret bedeutet das: Die Schule hatte im Herbst 2016, damals noch als KLS 339 Schüler, heute hat sie 495 Schüler.

Bringt das den Hochtaunuskreis als Schulträger in die Bredouille? Keine Spur. „Es freut den Schulträger natürlich sehr, dass seine Planungen und Maßnahmen für die Helmut-Schmidt-Schule Anklang finden. Natürlich stehen wir mit der Schulleitung in engem Austausch und haben konstruktive Lösungen gefunden, wie man die vorhandenen Räume effizient nutzen kann. Bei einem derartig modernen Neubau fällt das nicht sehr schwer“, erklärt Kreissprecherin Andrea Herzig.

Und was ist mit den Schulen, die eben nicht so neu sind? Auch die habe man im Blick und schaue regelmäßig, ob vor einer An- oder Neubaulösung eventuell noch Ressourcen in den Bestandsgebäuden zu heben seien. Herzig: „Und das ist oft auch möglich.“

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