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Zwölfjährige verunglückt an Sprungturm

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Ein junger Mann springt am 31.07.2015 auf dem Hoherodskopf (Hessen) vom neun Meter hohen "Free Fall Tower". Der Sprungturm ist die neue Attraktion auf dem mit 764 Metern höchsten Gipfel des Vogelsbergs. Nach dem Sprung landet man sicher in einem großen Luftkissen. Foto: Uwe Zucchi/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Ein junger Mann springt am 31.07.2015 auf dem Hoherodskopf (Hessen) vom neun Meter hohen "Free Fall Tower". Der Sprungturm ist die neue Attraktion auf dem mit 764 Metern höchsten Gipfel des Vogelsbergs. Nach dem Sprung landet man sicher in einem großen Luftkissen. Foto: Uwe Zucchi/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ © Uwe Zucchi (dpa)

Beim Sprung von einem neun Meter hohen Turm in einem Freizeitpark wurde eine Zwölfjährige schwer verletzt. Das Mädchen landete nicht, wie vorgesehen, auf dem bereitliegenden Luftkissen.

Der schwere Unfall einer Zwölfjährigen an einem Sprungturm in einem Freizeitpark bei Schotten (Vogelsbergkreis) geschah nach Polizeiangaben trotz der Aufsicht durch einen Mitarbeiter des Betreibers. Das Mädchen habe vor dem Unfall am Neun-Meter-Brett mit einer Freundin und dem 25-jährigen Mitarbeiter das Springen von dem Turm geübt, teilte die Polizei am Dienstag in Lauterbach mit. Dies sei aus geringerer Höhe geschehen. Danach habe der Mitarbeiter die Mädchen auf das höhere Brett geführt, von wo sie sechs Meter tief auf ein drei Meter hohes Luftkissen fallen wollten.

Doch die Zwölfjährige aus dem Landkreis Fulda verfehlte die dafür vorgesehene Zone, stürzte auf die Sicherheitsumrandung des Kissens und schlug auf dem Boden auf. Dabei wurde sie lebensbedrohlich verletzt.

Ihr Körper habe sich dadurch offenbar nach links gedreht. Sie sei auf dem linken Rand des Kissens aufgekommen und dann auf dem Boden aufgeschlagen. Sie erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und Brüche. Zu ihrem aktuellen Gesundheitszustand konnte die Polizei am Morgen keine Angaben machen. Das Dezernat für Arbeitsschutz sei noch am Abend vor Ort gewesen und überprüfe, ob der Turm ordnungsgemäß aufgebaut worden sei.

Der weitere Betrieb des Kletterturms sei untersagt worden, berichtete die Polizei. Das Dezernat Arbeitsschutz des Regierungspräsidiums Gießen, Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln. Zeugenaussagen deuten laut Polizei darauf hin, dass die Zwölfjährige beim Absprung mit der linken Hand gegen ein Geländer gekommen sei. Ob dies aus Versehen geschah oder sie absichtlich danach griff, sei noch ungeklärt.    

Bereits im vergangenen Jahr war ein Mädchen in einem Freizeitpark verunglückt: Im Holiday Park im pfälzischen Haßloch war eine Elfjährige aus Kelsterbach von einem Fahrgeschäft mitgeschleift und so schwer verletzt worden, dass sie starb. Gegen drei Parkmitarbeiter wurde Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben.

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