Neue Debatte?

Lockdown in Deutschland: CSU-Mann fordert baldiges Ende - doch Warnung vor nächster Corona-Welle

  • Florian Naumann
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Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte am Donnerstagmittag ihre Corona-Politik. Nun könnte sich eine Debatte um ein baldiges Lockdown-Ende anbahnen.

  • Kanzlerin Angela Merkel* (CDU*) sprach am Donnerstag (21. Januar) in der Bundespressekonferenz.
  • Sie erklärte, warum es auch wegen der Corona*-Mutationen wichtig ist, das Infektionsgeschehen niedrig zu halten (Update vom 21. Januar, 11.35 Uhr).
  • Am Freitag stufte das RKI 20 Länder als Hochrisiko-Gebiete ein (Update vom 22. Januar, 20.35 Uhr).

Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Entwicklungen zum Corona-Lockdown lesen Sie hier.

Update vom 24. Januar, 22.00 Uhr: Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, sieht derzeit keine Grundlage für Gespräche über Corona-Lockerungen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir vielleicht noch einen längeren Lockdown erleben, halte ich zurzeit für höher, als das man in eine andere Richtung kommt“, sagte Dobrindt am Sonntag im ARD-„Bericht aus Berlin“. „Das ist alles schmerzhaft, aber die Gefahr zurzeit ist relativ groß, dass wir mit dem mutierten Virus noch mal eine Welle erleben werden.“

Die Zahlen seien noch immer viel zu hoch, sagte der CSU-Politiker. „Wir haben gesehen in England, in Irland, dass gerade die Schulen unterschätzt worden sind in ihrer Infektionswirkung, in der Beschleunigung der Infektion und deswegen ist es richtig, dass die Schulen jetzt auch geschlossen sind.“ Man könne heute noch nicht absehen, wann man wieder an eine Öffnung denken kann.

Kritik an der Politik übte unterdessen der Virologe Alexander Kekulé*. Er gilt als ein Gegner eines Lockdowns als Hauptmittel in der Corona-Bekämpfung.

Lockdown in Deutschland: Politiker fordern Ende bereits im Februar

Update vom 23. Januar, 9.21 Uhr: Nach der Verlängerung und Verschärfung der Corona-Maßnahmen regen sich nun Stimmen, die auf ein Ende des Lockdowns Mitte Februar drängen. Der Vizevorsitzende der Unionsbundestagsfraktion, Georg Nüßlein, fordert, den Lockdown nach Ende der bisherigen Befristung definitiv zu beenden. „Es ist wegen der massiven Auswirkungen nicht verantwortbar, solange einen flächendeckenden Lockdown zu verordnen, bis die Inzidenz-Zahl unter 50 oder unter 35 sinkt“, sagte der CSU-Politiker der Augsburger Allgemeinen (Samstag). „Wenn nicht in den nächsten Wochen noch etwas passiert, was wir jetzt nicht vorhersehen können, also beispielsweise eine massive Ausbreitung von mutierten Viren, dann müssen wir spätestens ab Mitte Februar einen anderen Weg gehen als den bisherigen.“

Auch Sachsen Ministerpräsident Michael Kretschmer will nach dem 14. Februar Lockerungen durchsetzen, wenn es verantwortbar ist. Das sagte der CDU-Politiker der Zeitung Welt - zunächst in Schulen und Friseurläden. „Im März können wir dann über den Einzelhandel sprechen. Und nach Ostern auch über die Gastronomie.“

Die Öffnung der Schulen ist ein umstrittenes Thema. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warnte vor einer zu schnellen Öffnung. „Wir tun uns alle keinen Gefallen damit, den Präsenzunterricht wieder zu früh zuzulassen. Gesundheit geht vor“, sagte er der Passauer Neuen Presse (Samstag). Die neuen Virus-Mutationen machten ihm „große Sorgen“.

Corona-Lockdown in Deutschland: Ärztepräsident fordert Perspektiven für die Bevölkerung

Ärztepräsident Klaus Reinhardt - eigentlich ein Unterstützer des Lockdowns - verlangte von der Politik Perspektiven für die Bevölkerung. „Es ist nachvollziehbar, dass die Menschen nach zehn Monaten Pandemie ermüdet sind und die Corona-Schutzmaßnahmen als belastend empfinden“, sagte er der Rheinischen Post (Samstag). Zu den Perspektiven gehöre auch eine klare Kommunikation zu den Impfkapazitäten.

Große Sorge bereiten die Virus-Mutationen. Arbeitsminister Hubertus Heil behält sich deshalb vor, die Homeoffice-Vorgaben für Arbeitgeber notfalls zu verlängern. „Wir gucken rechtzeitig, ob eine Verlängerung über den 15. März hinaus nötig wird“, sagte er der Rheinischen Post (Samstag).

Deutschland macht bei Reise-Abschreckung ernst: RKI ruft erstmals 20 Hochrisiko-Gebiete aus - Mit strenger Regel

Update vom 22. Januar, 20.35 Uhr: Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung ab Sonntag erstmals mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete eingestuft, für die dann leicht verschärfte Einreiseregeln gelten. Wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf einer Internetseite mitteilte, gehören dazu das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Portugal, Spanien und Ägypten sowie die USA.

Während zuvor nur Gebiete mit sehr ansteckenden Mutationen ausgewiesen wurden sowie „normale“ Risikogebiete, gibt es nun auch „Hochinzidenzgebiete“. Diese haben deutlich höhere Infektionszahlen als Deutschland.

Reisende aus „normalen“ Risikogebieten müssen sich spätestens 48 Stunden nach Einreise in Deutschland auf Corona testen lassen. Zudem müssen sie zehn Tage in Quarantäne, können sich davon allerdings durch einen zweiten negativen Test ab Tag fünf vorzeitig befreien lassen. Der Unterschied bei den Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten: Der Test muss bereits höchstens 48 Stunden vor Einreise erfolgen. Außerdem können die Ausnahmeregeln für die Quarantäne eingeschränkt werden. Das ist aber Sache der einzelnen Bundesländer.

Corona-Pandemie: Bundestagsabgeordnete sollen Gesundheitsämter kontaktieren

Update vom 21. Januar, 18.35 Uhr: Angela Merkel will bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie nun offenbar auch die Bundestagsabgeordneten der Unionsfraktion einspannen: Die Kanzlerin hat die 246 Mandatsträger von CDU und CSU aufgefordert, selbst die Lage bei den Gesundheitsämtern in ihren Wahlkreisen zu eruieren. Das will die Bild von Teilnehmern der jüngsten Fraktionssitzung erfahren haben.

„Vielleicht kann ja jeder mal einen virtuellen Besuch bei seinem Gesundheitsamt machen, sodass wir ein paar Informationen von der Basis uns selber zusammentragen“, sagte Merkel dem Bericht zufolge bei der Schaltung am Mittwoch. Es sei schließlich nicht einfach, „über 380 Gesundheitsämter in Deutschland den Überblick zu bekommen“.

Die Aussage birgt durchaus Brisanz: In der Kritik steht seit Monaten die technische und personelle Ausrüstung der zur Infektionsketten-Nachverfolgung wichtigen Ämter – und ihre Vernetzung etwa mit dem Robert-Koch-Institut. Merkel vermutet offenbar teils auch sehr menschliche Hintergründe bei dem stockenden Informationsfluss: „Wer gibt schon gern zu, dass er seiner Arbeit nicht ganz Herr wird?“

Die Kanzlerin äußerte sich angeblich auch vorsichtig optimistisch zum weiteren Fortgang des Pandemie-Geschehens – wenn auch verknüpft mit einer Mahnung: „Jetzt müssen wir gucken, dass wir nicht noch mal ganz kurz vor der Endstrecke der Pandemie, dass wir nicht kurz vorher noch mal einen großen Ausbruch bekommen.“

Corona in Deutschland: Schulen im Fokus - Giffey appelliert an Länder

Update vom 21. Januar, 15.45 Uhr: „Wir werden dieses Infektionsgeschehen nicht in den Griff bekommen, wenn wir uns jetzt nicht über diese drei Wochen verständigen“, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Donnerstag nach Beratungen des Corona-Kita-Rates in Berlin. Damit richtete sie einen Appell an die anderen Bundesländer, bei der verabredeten Schließung von Kitas und Schulen bis Mitte Februar zu bleiben - und bei einem einheitlichen Vorgehen.  „Davon hängt ab, ob wir alle miteinander in eine echte Öffnungsperspektive kommen.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Erklärung ihrer aktuellen Corona-Politik - Auch zu Schulen und Kitas

Update vom 21. Januar, 12.46 Uhr: Es war einer der eher seltenen Anblicke: Kanzlerin Angela Merkel persönlich im Haus der Bundespressekonferenz. Es schien ihr ein Anliegen, ihre aktuelle Corona-Politik zu erklären. Lockdown-Verlängerung, Engpässe beim Corona-Impfstoff, ein EU-Gipfel am Abend - es gab viel zu besprechen. So ging sie darauf ein, wie Politik zwischen weiteren Restriktionen und Schäden für Wirtschaft und Gesellschaft abwägen muss (siehe Update vom 21. Januar, 11.41 Uhr). Merkel erklärte, dass Schulen und Kitas aus ihrer Sicht zuerst wieder öffnen müssen, wenn die Corona-Zahlen gesunken sind. Sie nahm aber auch Biontech in Schutz (siehe Update vom 21. Januar, 11.57 Uhr).

Insgesamt zeigte sich die Kanzlerin immer noch vorsichtig. Sie drängte darauf, die Beschlüsse weiterhin zu befolgen - vor allem wegen der ansteckenderen Virus-Mutationen. Doch angesichts des Impfstoffes und der langsam sinkenden Zahlen gab sich Merkel dennoch hoffnungsvoll und zuversichtlich. Insgesamt sei sie mit ihrer Politik zufrieden (siehe Update vom 21. Januar, 11.50 Uhr).

Corona: Angela Merkel erklärt ihre Politik - Im Gespräch mit Russland wegen des Impfstoffes

Update vom 21. Januar, 12.19 Uhr: Die Journalisten im Raum hatten zwar noch viele weitere Fragen, dennoch ist die Pressekonferenz mit Angela Merkel rund um die Corona-Pandemie nun beendet.

Update vom 21. Januar, 12.14 Uhr: Zuletzt war immer wieder zu hören, dass Merkel mit dem russischen Präsidenten im Gespräch ist wegen des Corona-Impfstoffs Sputnik V. Sie bestätigt, mit Wladimir Putin* geredet zu haben, um bei dem Thema zusammenzuarbeiten. Sie wisse, dass die politischen Differenzen aktuell sehr groß seien, glaubt aber dennoch, dass eine Zusammenarbeit wegen des humanitären Aspekts der Gesundheit wichtig ist. Der Impfstoff aus Russland müsse von der Europäischen Zulassungsbehörde genehmigt werden, daher habe sich Russland nun an die Ema gewandt. Merkel wiederum habe das deutsche Paul-Ehrlich-Institut gebeten, Russland dabei zu unterstützen. Wenn der Impfstoff tatsächlich in Europa zugelassen werde, könne man über die Produktion und Anwendung weiter sprechen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während der Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage im Haus der Bundespressekonferenz.

Update vom 21. Januar, 12.04 Uhr: Noch einmal kommt Merkel auf den EU-Gipfel am Abend zu sprechen. Das Virus und vor allem die Mutationen aus Großbritannien und Südafrika müssten eingedämmt werden. Es werde daher vermutlich weiter Einreisevorkehrungen aus diesen Ländern geben. Die EU müsse das gleiche Ziel verfolgen, nämlich die Sieben-Tage-Inzidenz zu senken.

Merkel sagt, es könnten verstärkt Tests für Pendler eingeführt werden. Das solle aber nicht von einem Tag auf den anderen geschehen, sodass keiner mehr arbeiten könne. "Da haben wir alle dazugelernt", sagt Merkel. Die Einschränkung des freien Warenverkehrs stünde nicht zur Debatte. Grenzkontrollen werden kurz angesprochen: Merkel meint, wenn ein Land ein exponentielles Wachstum habe und dennoch Restaurants oder ähnliches offen halten würde, müsse man darüber nachdenken. Doch diese Gefahr sieht die Kanzlerin aktuell nicht - Merkel findet, die Nachbarländer tun aktuell ebenfalls viel, um das Virus einzudämmen. Für den EU-Gipfel am Donnerstagabend erwarte sie noch keine abschließenden Ergebnisse.

Kanzlerin Angela Merkel: Schulen und Kitas müssten zuerst wieder öffnen

Update vom 21. Januar, 11.57 Uhr: Angela Merkel nimmt Biontech vor Kritik in Schutz. Sie habe mit dem Chef Ugur Sahin* gesprochen: "Das kann man sich nicht vorstellen, die haben keinen Tag frei." Man profitiere von der Forschung der Wissenschaftler heute deutlich. "Was wollen wir denn jetzt noch rummeckern", betont Merkel.

Wenn es zum richtigen Zeitpunkt um Gespräche zu Lockerungen gehe, sagt Merkel, müssten Schulen und Kitas zuerst öffnen. Kurz wollte sie witzeln: "Aus praktischen Gründen müsse man dann wohl die Frisöre rannehmen." Ernster gemeint ergänzte Merkel, dass der Einzelhandel natürlich wichtig sei. Aber über die Auswirkungen von Öffnungen, egal welcher Art, müsse gesprochen werden.

Update vom 21. Januar, 11.50 Uhr: Ein Journalist fragt, ob Merkel es bedauere, noch einmal für diese Legislaturperiode angetreten zu sein. Sie wiederholt, dass ihr die Entscheidung damals schwergefallen sei. „Aber diese Entscheidung bedauere ich nicht.“ Politik habe den Reiz, dass man morgens ins Büro komme und nicht wisse, wie der Abend aussieht. Dieses flexible Reagieren sei aber auch anstrengend. Sie zeigt sich dennoch zufrieden mit ihrer Arbeit: „Ich glaube, dass ich bis jetzt der Aufgabe gerecht geworden bin.“ Über viele andere Sachen neben Corona habe sie jedoch nicht nachdenken können.

Update vom 21. Januar, 11.41 Uhr: Kanzlerin Merkel führt noch einmal aus, weshalb sie weiter auf einen Inzidenzwert* von 50 hofft. Es gebe keine wissenschaftliche Grundlage für diese Festlegung, sondern man habe berechnet, dass so im Schnitt die Gesundheitsämter es schaffen, Kontakte wieder besser nachzuverfolgen. Natürlich ist es laut Merkel epidemiologisch noch besser, sogar unter zehn zu kommen. „Das würde bedeuten, dass man weiter harte Restriktionen machen muss.“ Doch Politik müsse immer abwägen. Denn diese Maßnahmen haben wirtschaftliche und soziale Folgen. Eine Abwägung zwischen weiteren Restriktionen und Kontaktnachverfolgung müsse diskutiert werden. Maßnahmen müssten immer gerechtfertigt sein.

Angela Merkel spricht vor der Presse: Gefahr der Mutation im Blick haben

Update vom 21. Januar, 11.35 Uhr: Angela Merkel wiederholt das Versprechen ihres Gesundheitsministers Jens Spahn: Bis Ende des Sommers solle jedem Bürger ein Impfangebot gemacht werden. „Ich kann Ihnen versprechen, dass wir alles tun, um schnellstmöglich an diese Impfstoffe zu kommen.“ Und Merkel betont, warum es so wichtig ist, dass die Infektionszahlen gering sind. Denn dann falle dem Virus „auch nicht so viel ein“ bezüglich der Mutation. Je weiter verbreitet das Virus ist, desto wahrscheinlicher werden auch Mutationen, die eher gefährlich sind.

Update vom 21. Januar, 11.26 Uhr: Die nächste Frage beschäftigt sich wieder mit dem Corona-Impfstoff. „Wir haben ja gewusst, dass wir am Anfang nicht so viel Impfstoff haben werden, wie wir jetzt im Sommer haben werden.“ Entscheidend sei nicht, wie viel insgesamt bestellt wurde, sondern wie viel Impfstoff es in den einzelnen Quartalen gebe. „Ich betreibe keine Produktionswerke für Impfstoffe“, sagt Merkel. Sie könne daher nichts garantieren, nur unterstützen, dass die Impfstoffproduktion stattfinden kann.

Update vom 21. Januar, 11.22 Uhr: Zwischendurch eine Frage zum neuen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet: „Meine Amtszeit ist die, in dieser Legislaturperiode. Da bin ich die Bundeskanzlerin und trage die Verantwortung“, sagt Merkel. Was passiert aber in den nächsten vier Jahren? „Über diese Frage entscheidet die CDU, gemeinsam mit der CSU.“ Welche neuen Akzente gesetzt werden, da würde Merkel ihre Ratschläge einbringen, wenn sie gefragt werde. Aber Beschlüsse treffen andere. Damit sei die Aufgabenverteilung klar.

Angela Merkel in der Bundespressekonferenz: „Ich schätze diese Zusammenarbeit“

Update vom 21. Januar, 11.16 Uhr: „Wir haben Impfstoffe, wir wissen, wie wir den Weg aus der Krise finden können“, sagt Merkel. Auch die Tatsache, dass die Impfstoffe scheinbar gegen die Mutationen wirken oder schnell angepasst werden können, lobt sie. „Das ist ein riesen Erfolg der Forschung“, betont Merkel. Doch viele arme Länder haben noch nicht genügend Impfstoff. „Da liegt eine riesige Aufgabe vor uns.“

Update vom 21. Januar, 11.12 Uhr: Merkel äußert sich auch zu den Bund-Länder-Gesprächen, wo zuletzt erneut durchsickerte, dass es bei bestimmten Punkten Streit gab*. „Ich schätze diese Zusammenarbeit“, sagt Merkel dennoch. „Auch wenn sie nicht immer einfach ist, aber das ist Teil der Politik.“ Man merkt an dieser Stelle, dass sie um die richtigen Worte ringt, wie sie sich ausdrücken soll.

Update vom 21. Januar, 11.09 Uhr: Am Abend wird sich Angela Merkel noch einmal mit den EU-Staats- und Regierungschefs bei einer Videokonferenz zusammenschalten. Es soll dabei verstärkt um die Sequenzierung der Viren und das Impfen sowie weitere Strategien gehen.

Angela Merkel in der Bundespressekonferenz: Merkel warnt vor Gefahr der Mutationen

Update vom 21. Januar, 11.07 Uhr: „Unseren Bemühungen droht eine Gefahr“, sagt Merkel. Nämlich die Mutation des Virus*, die auch in Deutschland bereits nachgewiesen wurde. Man könne die Ausbreitung noch verhindern, sagt Merkel. „Es ist noch etwas Zeit, um der Gefahr dieses mutierten Virus vorzubeugen.“ Es gehe daher bei den zusätzlich beschlossenen Maßnahmen von Dienstag um Vorsorge.

Update vom 21. Januar, 11.04 Uhr: Angela Merkel ergreift das Wort. „Wir sind in einer schwierigen Phase der Pandemie.“ Sie möchte daher ihre Politik erläutern. „Wir können uns gar nicht oft genug vor Augen führen, was wäre, wenn wir mit den Maßnahmen gewartet hätten.“ Etwa bis die Intensivstationen noch voller sind. „Dann wäre es zu spät gewesen“, sagt Merkel. „Es ist sehr ermutigend, das sich sich aktuelle Lage zu entspannen beginnt.“ Es zeige, dass sich die Mühe lohnt.

Update vom 21. Januar, 11 Uhr: Angela Merkel ist im Haus der Bundespressekonferenz eingetroffen. Die Pressekonferenz beginnt.

Update 21. Januar, 10.56 Uhr: In wenigen Minuten sollte Kanzlerin Angela Merkel vor die Presse treten. Es wird vordergründig um die Corona-Pandemie und die neuesten Beschlüsse gehen.

Angela Merkel bei der Bundespressekonferenz - EU-Gipfel, Corona-Impfung und Lockdown sind die Themen

Update vom 21. Januar, 9.50 Uhr: Nach den Corona-Besprechungen im eigenen Land tauscht sich Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstagabend mit den anderen EU-Staats- und Regierungschef über die aktuelle Corona-Lage aus. Bereits in der Pressekonferenz am Dienstagabend betonte sie, dass Anstrengungen im Land nur auf Dauer nützten, wenn auch die Nachbarländer mitziehen. Es klang durch, dass notfalls unter Umständen auch Grenzschließungen oder ähnliches eingeführt werden könnten. Konkret ist da jedoch bisher nichts.

Am Donnerstagmittag ab 11 Uhr tritt Merkel noch einmal in Berlin vor die Presse, wobei die Bekämpfung der Corona-Pandemie das zentrale Thema wird. Ihrem Kanzleramtschef Helge Braun zufolge gehe es der Kanzlerin darum, die Bürger „mitzunehmen“. Sie wolle die Strategie angesichts des Risikos der Mutationen „erklären“. Entscheidend sei, dass nun alle „in den nächsten Wochen sehr konsequent“ mitmachten.

Corona-Krise und Lockdown: Angela Merkel tritt erneut vor die Presse

Update vom 21. Januar, 6.46 Uhr: Nach dem Bund-Länder-Beschluss über eine weitere Verlängerung und Verschärfung der Corona-Maßnahmen stellt sich Kanzlerin Angela Merkel heute (Donnerstag, 21. Januar) den Fragen der Hauptstadtjournalisten. Vor der Corona-Krise stand die Kanzlerin wesentlich seltener in dem Haus am Spreeufer Rede und Antwort. Zuvor nahm sie in der Regel einmal im Jahr die Einladung an und ließ sich ansonsten von Regierungssprecher Steffen Seibert vertreten. Heute wird sie jedoch bereits das vierte Mal seit Beginn der Corona-Pandemie persönlich vor Ort sein.

In einem Telefonat mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau äußerte sie sich zuvor noch über die Presse in Deutschland und beschwerte sich sogar. Wie Trudeau bei einer Ansprache an seine Nation aus dem Nähkästchen plauderte, habe Merkel sich beschwert, „dass sie jeden Tag in deutschen Medien kritisiert wird, weil es nicht so gut läuft wie in Kanada.“ Beim jüngsten Corona-Gipfel im Kanzleramt am Dienstag verteidigte sich Merkel dann bereits vehement gegen Kritik an ihrer Politik.

Nach Lockdown-Verlängerung: Merkel warnt intern bereits wieder - und tritt am Donnerstag vor die Presse

Erstmeldung vom 20. Januar: Berlin - Bei den jüngsten Corona-Beratungen in Berlin soll Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) emotional geworden sein - als sie beim Thema Schulschließungen auf Widerstand der Länder stieß. Einen Tag später scheint sie aber wieder ganz auf Kurs. Man solle „bitte nicht denken, dass, wenn wir bei 50 sind, das Leben des Sommers sofort wieder da ist. Dann sind wir sofort wieder im exponentiellen Wachstum“, warnte Merkel am Mittwoch in einer Video-Schalte der Unionsfraktion im Bundestag, wie die dpa erfahren haben will.

Merkel bezog sich dabei auf die 7-Tage-Inzidenz, die an diesem Tag deutschlandweit bei 123,5 lag. Als Zielwert für Lockerungen hat die Bundesregierung 50 ausgegeben. Merkel sagte dem Bericht zufolge, die Gesundheitsämter müssten ertüchtigt werden, bei den Infektionen wieder die Kontaktnachverfolgung zu schaffen. Sie wurde mit den Worten zitiert: „Ansonsten kriegen wir keinen Spielraum für Öffnungen.“

Corona in Deutschland: Merkel nennt 50er-Inzidenz „ganz schön wackelig“

Wenn etwa in Nachbarländern bei einer Inzidenz von 100 oder 120 geöffnet worden sei, habe es dort zwei, drei Wochen gedauert, bis man wieder im exponentiellen Wachstum gewesen sei. Dann gebe es wieder Beschränkungen, worauf die Infektionszahlen wieder sänken. Je nach Strenge des Lockdowns könne man beobachten, ob die Kurven etwas steiler oder weniger steil seien. Sie würden sich aber wiederholen.

Daher sei es Ansatz der Bundesregierung, darauf zu dringen, die Marke 50 zu schaffen oder darunter zu gehen, betonte Merkel nach diesen Informationen. Auch eine Inzidenz von 50 sei „noch ganz schön wackelig“. Mit ertüchtigten Gesundheitsämtern habe man dann aber „eine faire Chance, ein paar, aber sehr sequenzierte und gut durchdachte Lockerungen zu machen“.

Lockdown-Verschärftung: Merkel tritt vor der Hauptstadtpresse auf

Merkel sprach demnach von einer sehr ernsten Situation in einer ansonsten sehr hoffnungsfrohen Zeit, nachdem die Inzidenz nach Weihnachten gesunken sei und man einen Impfstoff* habe. Nun müsse darauf geachtet werden, dass man in Deutschland ganz kurz vor der „Endstrecke der Pandemie“ nicht nochmal einen großen Virus-Ausbruch bekomme.

Am Donnerstag wird sich Merkel ab 11 Uhr in der Bundespressekonferenz erklären und den Fragen der Journalisten stellen. Wir berichten dann an dieser Stelle fortlaufend in einem Newsticker. (AFP/dpa/frs) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © John MACDOUGALL / AFP

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