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Ein Bundeswehr-Soldat wurde in Berlin-Neukölln offenbar aus fremdenfeindlichen Motiven angegriffen.

Sogar AKK schaltete sich damals ein

Bundeswehr-Soldat angeblich in Berlin angegriffen - jetzt spektakuläre Wende im Fall

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In Berlin-Neukölln sollen Unbekannte einen uniformierten Bundeswehr-Soldaten angegriffen haben. Nun gab es in dem Fall eine Wende.

  • Der Angriff auf einen türkischstämmigen Bundeswehr-Soldaten in Berlin erschütterte im September die deutsche Politik. 
  • Auch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer schaltete sich ein. 
  • Nun erscheint der Fall in einem neuen Licht.

Update 17. November 2019: Wende im Fall eines 25-jährigen Obergefreiten, der angeblich Opfer eines scheinbar rassistischen Angriffs wurde. Der Soldat gab an, in Dienstuniform in Berlin-Neukölln von Unbekannten körperlich attackiert worden zu sein. Die Angreifer hätten gerufen, dass er kein Recht habe, diese Uniform zu tragen. 

Nach eingehenden Ermittlungen hat die Generalstaatsanwaltschaft Berlin das Verfahren eingestellt. Der Bundeswehr-Soldat steht im Verdacht, die Straftaten nur vorgetäuscht zu haben, heißt es nun von der Staatsanwaltschaft. Ein Verfahren gegen den 25-Jährigen wurde eingeleitet.

Der Fall schlug im September hohe Welle, sogar Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nahm öffentlich Stellung und verurteilte den angeblichen Angriff (siehe Erstmeldung unten).

Bundeswehr-Soldat angeblich angegriffen - „Soweit ist es also gekommen?“

Update 4. September 2019: Im Netz solidarisieren sich viele mit dem Bundeswehr-Soldaten, der offenbar aus fremdenfeindlichen Motiven angegriffen wurde. Die FDP-Bundestagsabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann schrieb: „Wer unsere Soldaten feige attackiert und ihnen aufgrund ihres ‚Erscheinungsbildes‘ abspricht, die deutsche Uniform tragen zu dürfen, ist ein Menschenfeind und verachtet sowohl die Bundeswehr als auch unsere offene Gesellschaft, die sie täglich verteidigt.“

Ein weiterer Twitter-User empört sich: „Soweit ist es also gekommen? Am helllichten Tag wird in Berlin ein Soldat angegriffen, weil denen mutmaßlich seine Haarfarbe nicht gefallen hat.“ 

Ein weiterer erkennt eine Attacke auf die gesamte Bundeswehr: „Das ist ein Angriff auf alle Soldaten der #Bundeswehr, die kameradschaftlich stets zusammenstehen, egal welche Hautfarbe oder Religion sie haben!“

Bundeswehr-Soldat: Unbekannte prügeln in Berlin auf ihn ein

Erstmeldung am 2. September 2019: Berlin - Zwei Unbekannte haben einen türkischstämmigen Bundeswehr-Soldaten in Berlin-Neukölln angegriffen. Der 25-jährige Obergefreite war nach Polizeiangaben am Montagvormittag in Dienstuniform unterwegs, als zwei Männer ihn hinterrücks angriffen. 

Den Angaben zufolge schlugen und traten sie auf ihn ein. Einer der beiden sprach ihm den Angaben zufolge lautstark das Recht ab, die Uniform eines Soldaten tragen zu dürfen.

Die Angreifer konnten flüchten. Rettungskräfte brachten den verletzten Soldaten ins Krankenhaus. Der Staatsschutz ermittelt.

Bundeswehr-Soldat: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer verurteilt Tat

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer äußerte sich noch am selben Tag zu dem Vorfall. "Ich verurteile jeden Übergriff auf Soldatinnen und Soldaten“, betonte die CDU-Chefin: „Sie dienen Deutschland und verdienen Respekt, Anerkennung und die Solidarität der Gesellschaft." 

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Das Verteidigungsressort ist in Deutschland zuletzt arg in die Kritik geraten. Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sieht für den in seiner Amtszeit begonnenen scharfen Sparkurs die Verantwortung bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU). „Die Sparbemühungen damals gingen vom Bundeskanzleramt aus, und sie wurden vom Bundesfinanzminister (Wolfgang Schäuble) mit großer Vehemenz mitgetragen“, sagte der frühere Minister dem Norddeutschen Rundfunk (NDR).

Den Schuh müsse sich Merkel anziehen. Er selbst habe dagegen eine „bessere Professionalisierung der Bundeswehr“ gefordert und bessere Ausrüstung für die Soldaten im Einsatz.

Den Staatsschutz hatte zuletzt auch eine Spuckattacke auf Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) auf den Plan gerufen. Derweil droht der Bundeswehr bereits die nächste Panne - denn es könnte sein, dass AKK gezwungen wird, Kampfjets aus den USA einzukaufen

Am 18. November findet im Münchner Hofgarten ein Bundeswehr-Gelöbnis statt. Gegner sehen darin Militärpropaganda und protestieren. Auch Liedermacher Konstantin Wecker ist dabei.

Die Bundeswehr muss sich für ein Manöver im August rechtfertigen, bei dem scheinbar 18 seltene Schweinswale ums Leben gekommen sind.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer muss sich um einen weiteren Skandal in der Bundeswehr kümmern - und dieser könnte weitreichende Folgen haben. Auf Instagram teilte die Bundeswehr eine Wehrmachtsuniform und bezeichnete sie als Modetrend

AFP/fn

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