Breite Zustimmung über die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts

Die Forderung des Bundesverfassungsgerichts nach einem dritten Geschlecht für den Eintrag im Geburtenregister ist von mehreren Organisationen begrüßt worden.

Die Forderung des Bundesverfassungsgerichts nach einem dritten Geschlecht für den Eintrag im Geburtenregister ist von mehreren Organisationen begrüßt worden. Der „bahnbrechende“ Karlsruher Beschluss sei ein „Signal der Hoffnung“, erklärten unter anderen die Gruppen Transgender Europe, Organisation Intersex International Europe und die Bundesvereinigung Trans am Mittwoch in Berlin. Auch Politiker von Regierung und Opposition sowie verschieden Menschenrechtsorganisationen begrüßten die Entscheidung. Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) forderte, dass die Umsetzung des Karlsruher Beschlusses von der künftigen Bundesregierung „umgehend angegangen“ wird. Die Grünen-Familienpolitikerin Franziska Brantner forderte ebenfalls eine schnelle Umsetzung der Entscheidung. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sprach von einem „wichtigen Schritt“. Der Beschluss „wird die Akzeptanz geschlechtlicher Vielfalt in der Gesellschaft hoffentlich steigern“, sagte die Expertin Maja Liebing.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat die Entscheidung als „nachvollziehbar“ bewertet. Sprecher Matthias Kopp sagte gestern: „Wenn bei einem Menschen eine eindeutige Zuordnung zu der binären Einteilung als Frau oder Mann nicht möglich ist, darf er nicht durch rechtliche Vorschriften oder gesellschaftliche Gewohnheiten dazu gezwungen werden.“ dpa/afp/kna

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