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Proteste in China: Demonstranten und Polizei stoßen erneut aufeinander – Hongkongs Sicherheitschef warnt

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Proteste in Shanghai am 27. November
Proteste in Shanghai am 27. November. © Hector Retamal/AFP

In China wehren sich Bürger gegen die Null-Covid-Politik. Die Kommunistische Partei will hart gegen die Proteste vorgehen – doch Videos zeigen neue Zusammenstöße.

Peking- Die Polizei hat Aufgebot erhöht, doch die Proteste in China gehen offenbar weiter: In dem Land gab es erneut Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei. In der Großstadt Guangzhou wurden Polizisten laut Videoaufnahmen in der Nacht zum Mittwoch (30. November) mit Gegenständen beworfen. Es gab mehrere Festnahmen.

Auf den Straßen waren in den Videos blaue und orangefarbene Barrikaden zu sehen. Menschen schrien und später wurden den Videos zufolge fast ein Dutzend Männer mit gefesselten Händen abgeführt.

Hongkongs Sicherheitschef Chris Tang warnt Teilnehmer der Proteste, damit gegen Hongkongs sogenanntes Sicherheitsgesetz zu verstoßen. „Viele Menschen sagen, es passiert nichts, wenn man nur ein Blatt Papier hoch hält (...), aber sie spielen den Ernst bewusst herunter“, sagte Tang. Es gehe den Demonstranten darum, „die Regierung zu stürzen“. Umsturzversuche können in Hongkong mit lebenslanger Haft bestraft werden.

Corona-Proteste in China: Polizei verhindert Demos - aber nicht alle

Am Wochenende gab es unter anderem in Shanghai, Peking und Wuhan Proteste. Diese Woche verhinderte offenbar ein massives Polizeiaufgebot weitere Kundgebungen in Peking und Shanghai. In anderen Städten in China fanden auch noch am Montag und Dienstag Proteste statt.

Chinas strikte Null-Covid-Politik in der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Lockdowns haben eine landesweite Protestwelle ausgelöst. Mittlerweile richten sich die Proteste auch gegen Staatschef Xi Jinping. Es ist die größte Protestbewegung seit den Demokratie-Protesten 1989 auf dem Pekinger Tiananmen-Platz, den die kommunistische Führung blutig niedergeschlagen hatte. (AFP/frs)

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