Hubertus Heil
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Bundesarbeitsminister Hubertus Heil fordert eine Corona-Testpflicht in Unternehmen und Firmen. (Archivfoto)

Pandemie

Corona-Testpflicht für Unternehmen – Das plant Arbeitsminister Heil

  • Tobias Utz
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Arbeitsminister Heil forciert eine Testpflicht für Unternehmen in der Corona-Pandemie. Die Union sträubt sich bislang dagegen.

Frankfurt/Berlin – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will schon an diesem Dienstag (13.04.2021) eine Corona-Testpflicht* für Unternehmen in ganz Deutschland im Kabinett durchsetzen – obwohl die Union eine solche Pflicht bisher ablehnt. „Alle müssen jetzt ihren Beitrag im Kampf gegen Corona leisten, auch die Arbeitswelt. Um die zu schützen, die nicht von zu Hause arbeiten können, brauchen wir flächendeckend Tests in den Betrieben“, sagte Heil der „Bild am Sonntag“. „Ich will, dass wir das am Dienstag in der Bundesregierung beschließen.“

Corona in Deutschland: Arbeitsminister Heil will Testpflicht für Unternehmen

Eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Umfrage unter Beschäftigten hatte ergeben, dass aktuell 61 Prozent einen Arbeitgeber haben, der Corona-Tests anbietet. „40 Prozent der Beschäftigten bekommen keine Testangebote vom Arbeitgeber. Deshalb müssen wir die Wirtschaft verpflichten, den Beschäftigten einfach und unbürokratisch Testangebote zu machen. Denn Testen schützt die Beschäftigten und hält die Betriebe offen“, sagte Heil.

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Die Pläne des Bundesarbeitsministeriums sehen dem Medienbericht zufolge vor, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice sind, das Recht auf einen Corona-Test pro Woche bekommen. Wer viel Kundenkontakt habe oder mit Lebensmitteln arbeite, solle Anspruch auf zwei Tests pro Woche haben. Eine Bescheinigungspflicht sei nicht vorgesehen. Damit reiche es, wenn der Arbeitgeber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Selbsttests zur Verfügung stelle.

Corona: CDU/CSU lehnt Testpflicht bisher ab

Bislang hatte die Union eine Testpflicht für Betriebe abgelehnt. Demnach will die SPD eine solche Einführung nun über eine Verschärfung der Arbeitsschutzverordnung im Paket mit der Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes durchsetzen. Über die Arbeitsschutzverordnung soll demnach am Dienstag auch die Homeoffice-Regel, die am 30. April ausläuft, verlängert werden.

Am Dienstag will Kanzlerin Merkel ebenfalls den ersten Entwurf des neuen Infektionsschutzgesetzes beraten. Daraus sollen unter anderem härtere Corona-Regeln mit strengeren Kontaktbeschränkungen abgeleitet werden.* Merkel fordert seit Tagen einen neuen Lockdown in Deutschland. (tu/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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