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Corona-Risikogebiete aktuell: Alle RKI-Warnungen in Europa und weltweit

  • vonSarah Winter
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Wo ist 2020 trotz Corona-Pandemie problemlos Urlaub möglich und wo nicht? Eine interaktive Karte zeigt die aktuellen Risikogebiete des RKI.

  • Der Urlaub wird im Jahr 2020 durch die Corona-Pandemie stark eingeschränkt.
  • Unter anderem Spanien, Frankreich und Regionen in Kroatien zählen zu den Risikogebieten.
  • Reiserückkehrer müssen sich einem Corona-Pflichttest unterziehen.

Update vom Donnerstag, 20.08.2020, 13.28 Uhr: Seit Freitag (14.08.2020) gehört das Festland Spaniens sowie die Balearen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wieder zu den Risikogebieten. Nun stellt das Institut auch für einzelne Regionen in Kroatien eine Reisewarnung aus.

Neue Reisewarnung des RKI: Regionen in Kroatien nun Risikogebiet

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionen in Kroatien hat das Robert-Koch-Institut Teile des Landes als Risikogebiet eingestuft. In den letzten 24 Stunden gab es 219 neue Covid-19 Fälle in Kroatien, insgesamt beläuft sich die Zahl der Infizierten im ganzen Land auf 1.520 Menschen. Seit Donnerstagmittag (20.08.2020) gelten die zwei südlichen Verwaltungsbezirke Šibenik-Knin sowie Split-Dalmatien als Risikogebiete. Das Auswärtige Amt warnt zudem vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen in die beiden Gespanschaften“. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben bei über 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern auf sieben Tage.

Für Reiserückkehrer aus Kroatien bedeutet die ausgesprochene Reisewarnung nun ein Pflichtest. Bis ihnen das Testergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.

Luxemburg und Teile Rumäniens: Keine Risikogebiete mehr

Das Robert-Koch-Institut erklärt zudem am Donnerstag (20.08.2020), dass das Land Luxemburg und die Gebiete („Kreise“) Ialomita, Mehedinți und Timis in Rumänien derzeit nicht mehr als Risikogebiete gelten.

Alle aktuellen Corona-Risikogebiete im Überblick

Frankfurt – Nach vielen Monaten zu Hause sehnen sich viele Menschen in Deutschland nach ein paar Tagen Urlaub. Seit Mitte Mai sind Urlaubs- und andere Reisen nun auch ins Ausland wieder möglich. Die Grenzen innerhalb Europas sind seit dem 15. Juni wieder geöffnet und es finden keine Grenzkontrollen statt. Dennoch gilt eine allgemeine Reisewarnung bis zum 31. August 2020. Anschließend wird neu beraten.

Aufgrund der steigenden Zahl an Neuinfektionen werden bestimmte Regionen in Europa und weltweit als sogenannte Risikogebiete eingestuft. Wer dort hinreist, muss mit einer anschließenden Quarantäne rechnen.

Aktuelle Corona-Risikogebiete: So arbeitet das Robert-Koch-Institut

Das Robert-Koch-Institut (RKI) definiert die Corona-Risikogebiete, je nach Lage des Landes. Die Einstufung eines Risikogebietes erfolgt durch eine gemeinsame Analyse des Bundesministeriums für Gesundheit, des Auswärtigen Amtes und des Bundesministeriums des Innern. Eine Entscheidung wird nach der Überprüfung der Corona-Neuinfizierten getroffen. Wichtig hierbei ist es, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Auf einer Liste des RKI kann man sehen, welche Länder als Risikogebiet gelten. Diese umfasst derzeit etwa 130 Staaten – von Ägypten bis zu den USA.

Das Stadtgebiet von Paris gilt aufgrund der steigenden Corona-Neuinfektionen seit dem 14. August 2020 als Risikogebiet.

Urlaub in der Corona-Pandemie: Risikogebiete in Europa

Als Risikogebiet zählen Länder, Staaten und Regionen, in denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Sars-CoV-2 besteht. Das Auswärtige Amt warnt derzeit vor nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland (bis zum 31.08.2020), außer:

  • in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (Belgien*, Bulgarien*, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg*, Niederlande, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien*, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien*, Tschechien, Ungarn, Republik Zypern),
  • in Schengen-assoziierte Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz),
  • in das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland, nach Andorra, Monaco, San Marino und in den Vatikanstaat

*Derzeit gilt für Luxemburg und Regionen in Belgien, Bulgarien, Rumänien und Spanien eine Reisewarnung.

Seit dem 14. August 2020 gelten nach Angaben des Auswärtigen Amts auch die Balearen sowie das Festland Spaniens erneut als Risikogebiete. Dazu zählen die Ferieninseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera. Eine Ausnahme gilt lediglich für die Kanarischen Inseln.

Das Stadtgebiet von Paris gilt aufgrund der steigenden Corona-Neuinfektionen seit dem 14. August 2020 als Risikogebiet. Die Stadt liegt mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 60 Fällen pro 100.000 Einwohner deutlich in der roten Zone. Das öffentliche Leben kann somit wieder von den regionalen Behörden eingeschränkt werden. Auch das Département Bouches du Rhône (13, Marseille) wird vom Auswärtigen Amt als Gebiet mit erhöhter Virusverbreitung eingestuft. Mit insgesamt mehr als 30.000 Toten ist Frankreich sehr schwer von der Corona-Pandemie betroffen.

Corona-Risikogebiete in Europa: Interaktive Karte

Die folgende Karte zeigt an, ob ein Land als Risikogebiet (rot) eingestuft ist oder nicht (grau). Länder, die orange erscheinen, gelten teilweise als Risikogebiet, weil einzelne Städte oder Regionen betroffen sind. Die Karte kann bewegt und vergrößert werden. Mit Klick auf ein Land können Sie weitere Informationen abrufen. Weiter unten im Text finden Sie zusätzlich eine Weltkarte.

Corona-Risikogebiete weltweit: Interaktive Karte

Weltweit sind Länder und einzelne Regionen von dem Coronavirus betroffen. Auch für außereuropäische Länder gibt es weiterhin Reisewarnungen. Beispielsweise gilt seit dem 7. August 2020 nach Angaben des Robert-Koch-Instituts auch der Bundesstaat Victoria in Australien als Risikogebiet.

Corona-Testpflicht: Was ist nach der Reiserückkehr aus einem Risikogebiet zu beachten?

Wer dennoch überlegt, eine Reise in die Risikogebiete zu unternehmen, muss sich nach seiner Rückkehr einem Corona-Test unterziehen. Seit dem 8. August 2020 gilt für Reiserückkehrer aus Risikogebieten eine Testpflicht. Fällt dieser positiv aus, müssen die Reiserückkehrer in eine 14-tägige Quarantäne. Mithilfe der Tests soll die Verbreitung des Virus weiter eingeschränkt werden.

Reiserückkehrer müssen sich innerhalb von 72 Stunden testen lassen, in diesem Zeitraum ist der Test kostenlos, oder ein negatives Testergebnis vorweisen können. Dieses darf allerdings nicht älter als 48 Stunden sein. Ist das Ergebnis wirklich negativ, dann führt dies in den meisten Ländern dazu, dass nach fünf bis sieben Tagen ein Wiederholungstest gemacht werden sollte. Die Person muss zudem nicht in häusliche Quarantäne. Treten trotz negativem Test in den 14 Tagen nach Einreise Symptome des Coronavirus auf, muss umgehend das Gesundheitsamt informiert werden. Weitere Informationen zu den Corona-Pflichttests kann man auch beim Bundesgesundheitsministerium einsehen. (Von Sarah Winter)

Rubriklistenbild: © Clara Margais/dpa

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