US-Wahl 2020

Republikaner sorgt bei Lanz für Unmut - SPD-Mann feuert dagegen: „230.000 Corona-Tote zu verantworten“

  • Anna-Katharina Ahnefeld
    vonAnna-Katharina Ahnefeld
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Ein Republikaner war zu Gast bei der TV-Talkshow Markus Lanz. Und sorgte für Unmut. SPD-Politiker Ralf Stegner hielt dagegen. Dann wurde es laut.

  • Auch bei „Markus Lanz*“ stand die US-Wahl 2020 im Fokus.
  • Zwischen dem Vize-Präsident von „Republicans Abroad“ und einem SPD-Politiker wurde es laut.
  • Alle Informationen zur US-Wahl 2020 finden Sie in unserem aktuellen News-Ticker.

Hamburg - Irritierte Blicke im ZDF-Studio in Hamburg in der aktuellen Sendung von „Markus Lanz“ vom 3. November. Es spricht Ralph Freund, Vizepräsident des Vereins „Republicans Abroad Germany“. Der gibt sich zuversichtlich zum Zustand der Demokratie in den USA und verteidigt das Verhalten des US-Präsidenten Donald Trump zu den Briefwahlen. Und Joe Biden ist für ihn ein Mann, der keinen wirklich begeistern könne oder Enthusiasmus auslöse.

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, sagt Freund. Worauf er sich bezieht: Seit Wochen und Monaten versucht Trump*, das Vertrauen in das Briefwahlsystem zu schwächen, spricht von Manipulation - und wittert immer wieder Betrug. Beweise für die Gefahr einer Wahlfälschung: Fehlanzeige*. Der SPD*-Politiker Ralf Stegner hingegen bangt um den Zustand der US-amerikanischen Demokratie, kritisiert Trump für seine populistischen Aussagen - und sieht ihn in der Schuld für eine zutiefst gespaltene Gesellschaft.

NameRalph Freud
Geboren1965, Frankfurt am Main
BerufDiplom-Kaufmann, gründete Unternehmensberatung & Beteiligung Freund in Frankfurt am Main
Politisches EngagementCDU-Mitglied, Mitglied der Republikanischen Partei, Vize-Präsident US Republicans Abroad\"

Republikaner bei Markus Lanz: Corona-Pandemie wütet in den USA

Die Sendung findet seinen Höhepunkt, als es um die Corona-Pandemie geht, die in den USA wütet. Mittlerweile zählen die Vereinigten Staaten mehr als 230.000 Corona-Tote seit Ausbruch des Coronavirus*. „Sie haben auf der einen Seite einen Präsidenten, der 230.000 Corona-Tote zu verantworten hat“, setzt Ralf Stegner an - und wird unterbrochen von Ralph Freund, der dies dementiert.

Nicht Trump sei verantwortlich für die vielen Corona-Toten, so der Vizepräsident von „Republicans Abroad Germany“, sondern die Gouverneure. Und vergleicht diese mit den Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer. Stimmengewirr. Auch Markus Lanz schreitet mit einer klaren Ansage ein. Bundeskanzlerin Angela Merkel* sei ernsthaft, seriös, besorgt - im Gegensatz zu Trump. Doch für den Republikaner ist klar: Trump kann bestenfalls moderieren, er kann aber nicht entscheiden.“

Corona in den USA: SPD-Politiker verweist auf Trumps Handlungen während Pandemie

Das kann der SPD-Politiker Ralf Stegner nicht stehen lassen. Und verweist auf Trumps Abneigung gegenüber eines Mund-Nasen-Schutzes - erst im September geriet er in einen Masken-Streit mit einem Journalisten - und seine öffentlichen Auftritten und deren Potential für Ansteckungen mit einer Corona-Infektion. Vor allem Trumps Wahlkampf-Auftritt in Tulsa wurde für diesen zum Flop. Auch Trumps Verhalten gegenüber seinem Corona-Berater Anthony Fauci wird von Moderator Markus Lanz thematisiert. Zwischen dem Seuchenexperten und dem US-Präsidenten kam es in den vergangenen Monaten zu Zerwürfnissen. Geht es nach Trump, steht dieser kurz vor seiner Entlassung.

„Grundsätzlich kann man mit ihm nicht so umspringen“, meint auch Ralph Freund - Trump wolle aber nicht Fauci treffen, sondern habe ein „anderes Vorstellungsverhältnis“ zu Corona. Trump stelle die Wirtschaft in den Vordergrund, in Deutschland gehe es eher um die Vorsorge. „Da überleben mehr Leute das hier“, wirft Ralf Stegner ein. (aka) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Screenshot ZDF Mediathek

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