Davie Dämlich

  • VonKlaus Veit
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Das Datum hätte gut zur Meldung gepasst, dass Davie Selke, Deutschlands erfolgreichster Nachwuchsstürmer, zum Zweitligisten Raubritter Leipzig wechselt.

Das Datum hätte gut zur Meldung gepasst, dass Davie Selke, Deutschlands erfolgreichster Nachwuchsstürmer, zum Zweitligisten Raubritter Leipzig wechselt. Doch es ist kein Aprilscherz, sondern wieder mal ein krasser Beweis dafür, wie Geldgier die Sinne vernebeln kann.

Selke ist schließlich kein Irgendwer, er ist Torschützenkönig der vergangenen U 19-Europameisterschaft, die Deutschland den Titel bescherte. Er hat beim SV Werder mit bisher sechs Saisontoren bewiesen, dass er auch in der Ersten Bundesliga bestehen kann. Doch wenn ein Brausemilliardär mit den dicken Geldschein-Bündeln winkt, dann freuen sich sogar die Bremer, die ihr größtes Talent verlieren. Finanziell sehr attraktiv sei der Verkauf gewesen, jubelt man an der Weser und merkt noch nicht, welchen Mist man da gebaut hat.

Und Selke freut sich auf die Spiele in Sandhausen, Heidenheim oder auch am Bornheimer Hang, wo es häufig so richtig auf die Socken gibt. Er hätte besser den Berater als den Verein gewechselt. Denn die Zweite Liga ist nicht nur ein Sprungbrett, sondern häufig auch eine Fallgrube, in der ein Talent verschwindet.

Abgesehen davon: Die Leipziger Neureichen dürfen sich nicht wundern, wenn sie beim Fußballvolk so unbeliebt sind. Sie arbeiten hart an diesem Image.

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