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Deutsche Wirtschaft schlägt sich auf Seite Donald Trumps

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Der US-Wahlkampf geht in die heiße Phase. In dieser Woche werden die Kandidaten um die Präsidentschaft ihr erstes TV-Duell bestreiten.

Der US-Wahlkampf geht in die heiße Phase. In dieser Woche werden die Kandidaten um die Präsidentschaft ihr erstes TV-Duell bestreiten. Derweil hat die „New York Times“ Donald Trump als den schlechtesten Präsidentschaftskandidaten „des modernen Amerikas“ bezeichnet und sich für Hillary Clinton als Präsidentin ausgesprochen.

Auch die US-Wirtschaft hat sich im Wahlkampf eher auf die Seite Clintons geschlagen, abzulesen an den Spenden. Das Silicon-Valley ist traditionell für die Demokraten; Banken und Wall Street sehen Hillary als die bessere Präsidentin. Selbst die Rüstungswirtschaft – traditionell republikanisch – ist auf Clinton-Kurs. Ganz anders die deutsche Wirtschaft.

Viele Konzerne haben schon für Trump gespendet, darunter die Chemiekonzerne BASF und Bayer, der Versicherer Allianz, Siemens und die Deutsche Bank. Die Beträge (zum Teil über eine halbe Million Euro) fließen über US-Töchter der Konzerne, deren Mitarbeiter zu diesem Zweck politische Vereine gegründet haben. Über die Verteilung des Geldes an Parteien oder deren Kongress-Kandidaten bestimmen die Vereine. Direkte Spenden an Trump oder Clinton sind ausländischen Unternehmen untersagt.

Die Frage ist nur: Warum Trump, der doch auch von deutschen Wirtschaftsverbänden eher kritisch beäugt wird? Schließlich ist die Aussicht auf ein eingemauertes Land mit „Buy american“-Aufklebern drauf nicht gerade eine verlockende Aussicht für deutsche Exporteure. Allerdings gehören viele deutsche Konzerne auch der Clinton Foundation an und spenden eifrig für die Stiftung. Und die Deutsche Bank hat Hillary Clinton auf dem Gehaltszettel. Sie ist gern gesehener Gast auf Veranstaltungen. Es ist eben immer gut, zwei Eisen im Feuer zu haben.

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