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Ein Bundeswehrsoldat patrouilliert im afghanischen Kundus.

Deutsche wünschen sich weniger militärisches Engagement

Mehr Diplomatie, weniger Militär: So stellen sich die Bundesbürger das künftige deutsche Engagement in der Welt vor.

Mehr Diplomatie, weniger Militär: So stellen sich die Bundesbürger das künftige deutsche Engagement in der Welt vor.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur plädierten 47 Prozent dafür, dass die Bundesregierung sich diplomatisch stärker etwa in Verhandlungen über Konfliktlösungen einbringen sollte. Nur 8 Prozent wünschten sich hier weniger und 33 Prozent gleichbleibendes Engagement.

Beim Militär, also bei Bundeswehreinsätzen im Ausland oder Verteidigungsausgaben, sieht es umgekehrt aus: Nur 16 Prozent meinen, Deutschland sollte hier mehr tun. 35 Prozent wünschen sich weniger und 36 Prozent gleichbleibenden militärischen Einsatz.

Beim finanziellen Engagement - also beispielsweise bei humanitärer Hilfe oder Entwicklungshilfe - ist das Ergebnis unentschieden: 23 Prozent meinen, die Bundesregierung sollte mehr Geld ausgeben, 22 Prozent wünschen sich mehr Sparsamkeit. 42 Prozent meinen, es sollte so bleiben wie es ist.

Die Umfrage wurde anlässlich der für diesen Freitag geplanten Wahl neuer Mitglieder in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen durchgeführt. Es gilt als sicher, dass Deutschland die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit erhält und dann am 1. Januar für zwei Jahre in das wichtigste UN-Gremium einzieht.

(dpa)

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