Journalistin Kayleigh McEnany legte in den vergangenen Jahren einen steilen politischen Aufstieg hin
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Journalistin Kayleigh McEnany legte in den vergangenen Jahren einen steilen politischen Aufstieg hin.

Chefsprecherin im Weißen Haus

Trump befördert diese „Wunderwaffe“ - und hat wohl keine so gute Idee mit Ivankas Mann 

  • Patrick Freiwah
    vonPatrick Freiwah
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Die USA stecken in einer humanitären Krise, währenddessen ordnet Präsident Donald Trump den Bereich Pressearbeit im Weißen Haus neu. Er befördert eine Ex-Reporterin.

  • Donald Trump ernennt Kayleigh McEnany zur Pressesprecherin im Weißen Haus.
  • Die 31-jährige Journalistin legt unter dem US-Präsidenten einen steilen Aufstieg hin.
  • Die glühende Konservative nimmt jedoch Platz auf einem „heißen Stuhl“.

Washington - Die USA sind mittlerweile weltweit das Land mit den meisten Todesopfern der Lungenkrankheit Covid-19*. Während Präsident Donald Trump einerseits um die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie in den Staaten bemüht ist, schiebt er parallel dazu das Personalkarussell der amerikanischen Regierung an.

Während Coronakrise: Trump befördert Kayleigh McEnany

Der neueste Clou des umstrittenen Multimillionärs*: Seine bisherige Wahlkampfsprecherin Kayleigh McEnany wird zur Pressesprecherin des Weißen Hauses befördert. Sie wird Nachfolgerin von Stephanie Grisham*, die kurz zuvor nach knapp einem Jahr von ihrem Amt zurückgetreten war, dem Imperium Trump jedoch erhalten bleibt*. 

McEnany Sie hat Abschlüsse der Elitehochschulen in Georgetown und Harvard, bevor sie beim US-Nachrichtensender CNN anheuerte. Im Jahr 2017 wurde die 31-Jährige schließlich Trump-Sprecherin bei den Republikanern, ehe sie später auch die Leitung der Pressearbeit für die Wiederwahlkampagne des Präsidenten verantwortete. Nun also ein weiterer Aufstieg für die frühere Journalistin und Moderatoriin, von der Bild im Hinblick auf ihr Durchsetzungsvermögen auch als „Kampf-Blondine“ mit rassistischen Zügen spricht...

Und privat? Die als glühende Konservative geltende McEnany ist mit dem Baseballprofi Sean Gilmartin verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter.

Donald Trump: Personalkarussell im Weißen Haus dreht sich munter

Darüber hinaus gibt es für Donald Trump* einen weiteren Neuzugang: Auch die bisherige Pentagon-Sprecherin Alyssa Farah arbeitet künftig im Weißen Haus, um den Posten der Direktorin für strategische Kommunikation auszuüben. Überraschend kommt die Neuausrichtung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit unter Trump (73) nicht: 

Kürzlich wurde bereits ein weiterer strategisch wichtiger Posten umbesetzt: Der konservative Abgeordnete Mark Meadows hat das Amt von Mick Mulvaney übernommen und ist nun der bereits vierte Stabschef des vermeintlich „mächtigsten Mannes der Welt“ in weniger als vier Jahren.

Gleiches trifft übrigens auf das Amt der neuen Pressesprecherin Kayleigh McEnany zu: Vor ihr und Vorgängerin Grisham waren mit Sean Spicer und Sarah Sanders schon zwei andere Personen als Präsidentensprecher unter Donald Trump tätig. 

Donald Trump: Kritik an Schwiegersohn Kushner  - wegen Corona

Unterdessen sieht sich Trumps Schwiegersohn Jared Kushner Kritik aufgrund seiner Verantwortung hinsichtlich des Coronavirus ausgesetzt. Während die USA immer mehr Opfer mit Sars-CoV-2 beklagen, fällt der Präsidentenberater durch unglückliche Handlungen auf. Der Ehemann von Trump-Tochter Ivanka gilt als zentrale Figur im Kampf gegen die Lungenerkrankung Covid-19, wie der Spiegel schildert.

Jared Kushner ist in den USA eine wichtige Figur im Kampf gegen das Coronavirus.

Demnach gebe es in den Vereinigten Staaten berechtigte Zweifel, ob es mit Kushner überhaupt eine weitere Personalie brauche, die bezüglich der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie etwas zu sagen habe. Denn eigentlich ist für diesen Bereich Gesundheitsminister Alex Azar zuständig, ebenso wie die Katastrophenschutzbehörde Fema. Und da gibt es noch Vizepräsident Mike Pence als Beauftragten für den Kampf gegen die Coronavirus-Infektionen*...

Netflix-Serie: Begnadigt Trump inhaftierten Mörder?

Abgesehen davon beschäftigt die amerikanische Öffentlichkeit derzeit auch der Fall „Joe Exotic“. Durch die Netflix-Serie „Tiger King“ erlangte der 57-Jährige Bekanntheit - seit Januar ist er wegen Mord und Tierquälerei im Gefängnis und das laut Gerichtsurteil für 22 Jahre.

Trump-Spross Donald Jr. scheint ein Fan des Inhaftierten zu sein und fordert angeblich eine Begnadigung des Streaming-Stars. Der US-Präsident wurde in einer PK von einem Reporter konfrontiert und ließ sich ein „Ich schaue es mir an“ entlocken.

PF

*Merkur.de ist ein Angebot des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks

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