Eintracht Versöhnlich beenden

Eintracht-Fans sind bekannt dafür, dass sie ihr Team lautstark unterstützen. Fast egal, was auf dem Rasen passiert. Am Samstagnachmittag war es im Gästebereich in der Allianz-Arena aber häufig ruhig.

Eintracht-Fans sind bekannt dafür, dass sie ihr Team lautstark unterstützen. Fast egal, was auf dem Rasen passiert. Am Samstagnachmittag war es im Gästebereich in der Allianz-Arena aber häufig ruhig. Der lethargische Auftritt beim FC Bayern München musste sie ja auch in eine Schockstarre versetzen. Man hatte den Eindruck, dass die Frankfurter Eintracht ein Freundschaftsspiel bestritt. Ein Spiel also, in dem man ein bisschen ausprobiert, aber weit von der Leistungsgrenze entfernt bleibt. Kräftezehrende Saison hin oder her: Es ist schwer vorstellbar, dass die Eintracht gegen eine Münchner C-Elf spielerisch wie kämpferisch nicht mehr hätte zeigen können.

Die Mannschaft scheint mental blockiert zu sein seit der Abgang von Trainer Niko Kovac fest steht. Rückblickend betrachtet wäre es vielleicht sinnvoll gewesen, die Kovac-Ära nach dem Wechseltheater zu beenden. Trotz aller Verdienste in den vergangenen beiden Jahren. Jetzt, zwei Spieltage vor Saisonende, macht es keinen Sinn mehr. Man sollte nun versuchen, eine erfolgreiche Zeit versöhnlich zu beenden. Und vielleicht wird man in einigen Monaten froh sein, wenn es nicht für das internationale Geschäft gereicht hat. Der Abstieg des 1. FC Köln in dieser Saison verdeutlicht, wie schwer es mittelständische Vereine haben können, wenn sie auf mehreren Hochzeiten tanzen.

daniel.seehuber@fnp.de

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