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Ex-Kämmerer Albrecht Glaser als Bundespräsident?

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Der ehemalige Frankfurter CDU-Stadtkämmerer Albrecht Glaser soll nach dem Verzicht von Partei-Vize Alexander Gauland beim Stuttgarter Parteitag als AfD-Kandidat zur Bundespräsidentenwahl antreten.

Der ehemalige Frankfurter CDU-Stadtkämmerer Albrecht Glaser soll nach dem Verzicht von Partei-Vize Alexander Gauland beim Stuttgarter Parteitag als AfD-Kandidat zur Bundespräsidentenwahl antreten. Glaser, der sowohl im Bundes- als auch im hessischen Landesvorstand sitzt, bestätigte dies gestern gegenüber dieser Zeitung. „Es sind interessante Zeiten, diese intellektuell monistische (nach dem Prinzip der Einheit organisierte) Republik löst sich ja gerade auf.“

Der hessische AfD-Landesverband fährt mit einem starken Kommunalwahlergebnis im Rücken nach Stuttgart. Glaser will nicht gerne über den Richtungsstreit in seiner neuen Partei sprechen. „Man muss ja nicht gleich von Streit sprechen. Es handelt sich um Einzelanträge.“ Auch Landessprecher Peter Münch sagt: „Wir stehen da, wo früher die CDU stand. Einen Richtungsstreit kann ich nicht erkennen.“

Frauke Petry hatte im „Stern“ gefordert, die AfD müsse sich entscheiden zwischen konservativ-liberal und rechtsnational-sozial. „Ich war mir sehr sicher, dass wir auf einem konservativ-liberalen Weg waren. Ich muss sie am Wochenende unbedingt fragen, wie sie das gemeint hat“, sagt Münch. Die AfD sei zudem eine Partei der sozialen Gerechtigkeit. „Die Menschen müssen für ihre Arbeit mehr Geld in der Tasche haben.“ Der aktuellste Programmentwurf sehe den Mindestlohn sowie eine „aktivierende Grundsicherung“ vor, erklärt er.

Eigene Initiativen habe der Landesverband nicht geplant, sagt Münch. Glaser vertritt die Position, dass der Islam mit der Verfassung nicht vereinbar sei. Der Islam kenne den säkularen Staat nicht. Außerdem stelle er den Mann explizit über die Frau. „Eine andere Auslegung gibt es nicht.“ sro

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