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Einen namhaften FDP-Politiker bringt Anton Hofreiter regelmäßig aus der Fassung.

Fraktionschef als Zielscheibe

FDP-Mann über Gewaltfantasien: „Hofreiter könnte mich zu Dingen verleiten, die ich nicht tun will“

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Wenn er in Berlin auf einen ganz bestimmten politischen Rivalen trifft, schrillen bei Wolfgang Kubicki die Alarmglocken. Dann denkt der FDP-Politiker auch über die Anwendung von Gewalt nach.

München - Das Verbrechen treibt Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki allein aus beruflichen Gründen um. Als Rechtsanwalt steht der FDP-Politiker in ständigem Kontakt mit Straftätern. Auch Kubicki selbst ist vor Gewaltfantasien nicht gefeit, wie er der Zeit bereits im November 2018 in einem Interview verraten hat. Zielscheibe ist zumeist ein namhafter Abgeordneter aus dem Bundestag. Mit einem viel beachteten Facebook-Post hat die Zeit am Donnerstagmorgen nochmals auf das Gespräch mit dem FDP-Mann verwiesen.

„Anton Hofreiter von den Grünen könnte mich zu Dingen verleiten, die ich eigentlich nicht will: ihm eine knallen zum Beispiel“, gesteht der 66-Jährige. Während der zurückliegenden Jamaika-Sondierungen trafen die beiden politischen Schwergewichte zwangsläufig aufeinander. „Hofreiter - und dafür kann er vielleicht nichts - ist ein Mensch, der meine Aggressionsschwelle drastisch senkt. Da ich das aber nicht will, vermeide ich es, dass wir zusammen in einem Raum sind“, erklärt Kubicki.

Zielscheibe Hofreiter: Kubicki denkt über Gewaltanwendung nach

Ein kolportiertes Hofreiter-Zitat lässt vermuten, dass der Bayer eine ähnliche Aversion mit sich herumträgt. „Gegen Alles, was Sie, Herr Kubicki, verkörpern, habe ich mein Leben lang gekämpft“, soll der Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion seinem Rivalen einst zu verstehen gegeben haben. 

Kubicki bestätigt eine entsprechende Äußerung. „Ich dachte: Noch so´n Spruch - Kieferbruch. Auch wegen der Art, wie es Hofreiter es gesagt hat (...) Auch darin steckt die Botschaft: Du bist ein dummes Schwein. Es klingt nur anders“, lässt der FDP-Politiker den brisanten Plausch Revue passieren.

Dass er sich mit seinen Gewaltfantasien von anderen abhebe, glaubt Kubicki indes nicht. „Wenn Sie von sich selbst behaupten, Sie hätten in Ihrem Leben noch nie darüber nachgedacht, eine Straftat zu begehen, dann können wir das Gespräch beenden“, gibt der 66-Jährige dem Interviewer mit auf den Weg. Auch im deutschen Parlament befinde er sich unter seinesgleichen. „Nicht im juristischen Sinne, aber es gibt im Bundestag natürlich Menschen, die schon mal darüber nachgedacht haben, ein Verbrechen zu begehen“, erklärt Kubicki.

lks

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