1. Startseite
  2. Politik

Gerhard Schröder ist eine Belastung für die SPD und für ganz Deutschland

Erstellt:

Von: Christiane Warnecke

Kommentare

Die SPD muss ein klares Signal setzen

Einen gewissen Starrsinn zeigte Gerhard Schröder schon während seiner Zeit als Bundeskanzler. Und erst recht am Abend der Wahl 2005, nach der er das Kanzleramt für Angela Merkel räumen musste. Der Sozialdemokrat mit dem überschäumenden Selbstbewusstsein wollte nicht wahrhaben, dass er verloren hatte. Sein peinlicher Auftritt in der damaligen "Elefantenrunde" ist unvergessen.

Schröders jüngstes Interview in der "New York Times" stellt selbst diesen Auftritt an Peinlichkeit in den Schatten. Natürlich ist es richtig, dass man weiter mit Putin reden muss, um diesen Krieg irgendwann zu beenden. Ihn aber als Oberbefehlshaber quasi von den schweren Kriegsverbrechen in Butscha freizusprechen, ist aus dem Mund eines früheren Bundeskanzlers extrem verstörend. Selbst wenn Putin nicht persönlich den Befehl für die Massenhinrichtungen gegeben haben sollte, war er es doch höchst persönlich, der die Soldaten für dieses Massaker ausgezeichnet hat.

Es ist schlimm genug, dass Schröder trotz des Kriegs an seinen Posten bei russischen Staatsunternehmen festhält. Und es war anmaßend, ohne Absprache der Bundesregierung einen Vermittlungsversuch im Kreml zu starten. Nach diesem Interview ist Schröder allerdings nur noch eine Belastung für die SPD - und für ganz Deutschland. Die SPD muss als klares Signal zumindest versuchen, ihn als Mitglied loszuwerden. Und sein Altkanzler-Büro darf nicht länger aus Steuermitteln finanziert werden. Um Schröder selbst aus der berühmten Wahlnacht 2005 zu zitieren: "Wir müssen die Kirche doch auch mal im Dorf lassen." Wer sich so klar gegen seine Partei und die Interessen seines Landes stellt, darf nicht länger auf Unterstützung hoffen.

Auch interessant

Kommentare