Halbe Milliarde für die Schiene

Die S-Bahn-Strecke zwischen Frankfurt und Friedberg kann ab September ausgebaut werden. Der Bund als Hauptgeldgeber stimmt dem Projekt gestern endgültig zu. Die Kosten sind erheblich gestiegen.

Der Ausbau der S-Bahn-Strecke 6 von Frankfurt nach Friedberg hat die letzte Genehmigungshürde genommen. Der Bund stimmte gestern dem 550 Millionen Euro teuren Projekt zu. Die S6 soll zwei eigene Gleise bekommen. Die Arbeiten sollen im September beginnen. Es ist das größte Bahn-Infrastrukturvorhaben im Rhein-Main-Gebiet in diesem Jahrzehnt.

Basis für die Entscheidung ist eine neue Kosten-Nutzen-Analyse. Nachdem schon bekannt war, dass der Ausbau entlang der Main-Weser-Bahn erheblich teurer wird – ursprünglich war mit rund 300 Millionen Euro kalkuliert worden –, glauben die Planer, dass sich das Projekt lohnen wird.

So attestiert ein Fachbüro dem Vorhaben eine Kosten-Nutzen-Faktor von 1,67 – ein vergleichsweise hoher Wert. Ab einem Faktor von 1,0 kann die öffentliche Hand ein Projekt fördern. Für den S6-Ausbau lag der Wert bei bisherigen Analyse bei 1,22 und 1,33. Grund dafür ist, dass nicht nur die Kosten höher liegen als in den früheren, bis zu 20 Jahre alten Schätzungen, sondern laut der Untersuchung hat auch der Nutzen des Ausbaus erheblich zugenommen. Durch den starken Zuzug nach Frankfurt und in die Region steige die Nachfrage der Fahrgäste massiver als erwartet an, heißt es.

Für die Strecke Frankfurt-West–Bad Vilbel stehen die Gelder schon bereit. 60 Prozent zahlt der Bund, 27,5 Prozent das Land, 12,5 Prozent teilen sich die Stadt Frankfurt und der Wetteraukreis. dpg Kommentar Seite 2

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