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Die Hamburger Misere

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Von: Christian Heimrich

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Mitte Dezember 2015: Bruno Labbadia wird „für die hervorragende Leistung, einen schon fast totgeglaubten HSV zu neuen sportlichen Erfolgen geführt zu haben“ zum „Hamburger des Jahres“ gekürt.

Mitte Dezember 2015: Bruno Labbadia wird „für die hervorragende Leistung, einen schon fast totgeglaubten HSV zu neuen sportlichen Erfolgen geführt zu haben“ zum „Hamburger des Jahres“ gekürt. Ende September 2016: Rund um den HSV wird über Labbadias Nachfolger auf der Trainerbank diskutiert und spekuliert.

Im Fußball kann alles ganz schnell gehen: Sollte es noch eines Beweises bedurft haben, dass diese gerne verwendete Phrase einen hohen Wahrheitsgehalt hat, dann wird er momentan am Bundesliga-Standort Hamburg erbracht.

Am Ende müssen es immer die Trainer ausbaden, wenn es auf der Führungsebene und im Umfeld nicht stimmt. Labbadia, der Südhesse mit italienischen Wurzeln, ist ein sehr fordernder Trainer, mitunter schwierig im persönlichen Umgang. Aber das ist nicht das Hauptproblem in Hamburg.

Das Hauptproblem ist, dass man bei der Kader-Zusammenstellung wieder einmal einen milliardenschweren Mäzen eng eingebunden – und nicht unbedingt die tatsächlichen sportlichen Erfordernisse berücksichtigt hat.

Das ist alles nicht neu in Hamburg. Und Labbadia muss die Misere nun zum zweiten Mal ausbaden.

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