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Parteichefin Andrea Nahles: Die SPD setzte die Gehaltserhöhung für Mitarbeiter aus. 

Hiobsbotschaft per Rundmail

SPD ist so klamm, dass sie zu einer drastischen Maßnahme greift

Weniger Zuschüsse wegen schlechter Wahlergebnisse und davonlaufende Mitglieder: Die SPD befindet sich in einer „angespannten finanziellen Lage“. Die Mitarbeiter im Willy-Brandt-Haus bekamen eine Hiobsbotschaft per Mail.

Berlin - Die schlechte Finanzlage der SPD hat einem Bericht zufolge Konsequenzen für die Mitarbeiter der Parteizentrale: Ende Januar wurden die Genossen im Willy-Brandt dem "Spiegel" zufolge per Rundmail von Bundesgeschäftsführer Thorben Albrecht darüber informiert, dass die Gehaltserhöhung "zunächst ausgesetzt wird". Normalerweise übernehme die Parteizentrale die Abschlüsse des Deutschen Gewerkschaftsbundes, schreibt Albrecht demnach.

„Möglichkeiten der Haushaltskonsolidierung“ werden beraten

"Angesichts der angespannten finanziellen Lage der Partei" habe die Hausleitung den Betriebsrat aber gebeten, das dieses Mal anders zu handhaben. In Gesprächen mit den Mitarbeitervertretern soll nun "über verschiedene Möglichkeiten der Haushaltskonsolidierung" beraten werden. Dies solle bis Ende März geschehen.

Die SPD hat seit Jahren mit rückläufigen Mitgliederzahlen zu kämpfen, was sich auch negativ auf das Beitragsaufkommen auswirkt. Zudem sind die Zuschüsse aus Steuergeldern von Wahlergebnissen abhängig, wo die SPD zuletzt deutliche Verluste hinnehmen musste.

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AFP

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