Kommentar zur Terrorserie

Keine Kapitulation

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Der Schock sitzt tief nach dem Terrorabend von Paris. Auch die Welt des Sports ist erschüttert worden. Noch nie hatten sich terroristische, unmenschliche Schlächter so nahe an ein Stadion herangewagt,

Der Schock sitzt tief nach dem Terrorabend von Paris. Auch die Welt des Sports ist erschüttert worden. Noch nie hatten sich terroristische, unmenschliche Schlächter so nahe an ein Stadion herangewagt, in dem gerade ein sportliches Großereignis lief.

Auszuschließen war ein solcher barbarischer Akt aber schon länger nicht mehr. Natürlich sind Sportveranstaltungen, bei denen Tausende von Menschen zusammen kommen, grundsätzlich Anschlagsziele. Mit dieser Gefahr werden wir auch in Zukunft leben müssen.

Denn auch im Sportbereich gilt natürlich wie im gesamten gesellschaftlichen Bereich: Kapitulation ist keine Alternative.

Deshalb ist es richtig, dass die deutsche Nationalmannschaft bereits am Dienstag wie vorgesehen wieder Fußball spielt. Und es ist natürlich auch richtig und wichtig, dass die Europameisterschaft 2016 in Frankreich stattfinden wird.

Die Veranstalter werden keine hundertprozentige Sicherheit garantieren können, das ist klar. Stadien, Mannschaftshotels und auch die offiziellen Fanmeilen werden nicht die größten Probleme bereiten. Hier kann man mit großer Manpower, moderner Technik und weiträumigen Absperrungen Herr der Lage sein.

Viel schwieriger wird es in den Kneipenvierteln, auf öffentlichen Plätzen, in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Überall dort, wo die EM-Besucher auch zahlreich anzutreffen sind. Das wäre jedoch nicht anders, wenn man die EM in ein anderes Land verlegen würde.

Wir werden mit diesen Gefahren leben müssen. Sonst müsste man nicht nur Fußballspiele, sondern auch Konzerte oder Volksfeste in Zukunft ausfallen lassen.

Aber das wäre Kapitulation pur. Und diesen Gefallen werden wir diesem Abschaum nicht tun.

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