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Die Anzeigetafel gibt am 02.12.2014 in Frankfurt am Main (Hessen) im Handelssaal der Börse das Auf und Ab der Kurse am Vormittag wieder. Der Dax hatte zuvor erstmals seit Anfang Juli wieder die Marke von 10 000 Punkten überwunden. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Kommentar zur Börse: Donald allein

Nicht einmal auf eine Abschlusserklärung haben sich die G7-Finanzminister einigen können. Das wirft kein gutes Licht auf den Gipfel der Regierungschefs am Wochenende.

Nicht einmal auf eine Abschlusserklärung haben sich die G7-Finanzminister einigen können. Das wirft kein gutes Licht auf den Gipfel der Regierungschefs am Wochenende. Auch an der Börse dürfte es weiter ungemütlich bleiben.

Der Nutzen solcher Gipfel ist ohnehin fraglich. G7 ist ein Ehemaligen-Treffen. Bei Gründung 1997 waren das die sieben größten Wirtschaftsnationen. Über 20 Jahre später müssten Indien und China mit am Tisch sitzen. Hinzu kommen die Probleme der aktuellen Mitglieder. Italien hat zwar eine neue Regierung, doch die stellt die Weichen eher auf Neuverschuldung denn in Richtung Euro. Und Großbritannien ist mit dem Brexit beschäftigt, freilich ohne dabei eine klare Linie zu finden.

Über allem schwebt der Handelsstreit mit den USA. Mit den neuen Zöllen gegen Kanada und Mexiko ist das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta faktisch erledigt. US-Präsident Donald Trump will nun jede Zusammenarbeit einzeln verhandeln. Er vollzieht damit einen Rückfall ins 19. Jahrhundert und isoliert die USA. Das zumindest haben die Statements beim Finanzministertreffen deutlich gemacht.

Das große Problem ist, dass weder Kanada noch Mexiko wirtschaftlich ohne die USA auskommen. Zu eng sind die Verflechtungen untereinander. Das gilt in alle Richtungen. Für US-amerikanische Hersteller ist die verlängerte Werkbank in Mexiko unverzichtbar. Gegenseitiges Einknicken dürfte also programmiert sein. Wie der Rüpel auf dem Schulhof wird Trump das Recht des Stärkeren durchsetzen.

Mehr Jobs und wachsenden Wohlstand wird es damit nicht geben. Im Gegenteil, die Welt muss sich auf eine weniger dynamische Wirtschaft einstellen. Die Börsenampel steht zumindest auf gelb.

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