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Bundestrainer Joachim Löw war nach dem 0:3 bitter enttäuscht.

Kommentar zur DFB-Elf: Löw hat keine Argumente

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Seit dem späteren Samstagabend weiß Joachim Löw, dass er ein Bundestrainer auf Abruf ist. Er selbst musste nach dem ernüchternden 0:3 in Amsterdam eingestehen, dass seine Mannschaft am Ende auseinandergefallen ist.

Seit dem späteren Samstagabend weiß Joachim Löw, dass er ein Bundestrainer auf Abruf ist. Er selbst musste nach dem ernüchternden 0:3 in Amsterdam eingestehen, dass seine Mannschaft am Ende auseinandergefallen ist. Hinterher, in der Pressekonferenz, wurde dann darüber gesprochen, ob dies eines seiner letzten Spiele im Amt gewesen sei – zweimal die Höchststrafe für einen Fußball-Trainer.

In der Tat gibt es kaum noch gute Argumente, die für eine Weiterbeschäftigung Löws sprechen. Nach dem WM-Debakel war viel von Neuanfang die Rede. Der hat sich bislang auf die Wiedereinführung einer öffentlichen Trainingseinheit beschränkt. Ein Veränderungs- oder gar Innovationswille beim spielenden Personal ist beim Bundestrainer nicht zu erkennen. Er setzt weiter auf die Achse der Weltmeister von 2014, obwohl diese – egal, ob sie Neuer, Boateng oder Müller heißen – nicht mehr die Klasse von damals haben. Wenn nicht nach dem Leistungsprinzip aufgestellt wird, sorgt das natürlich für Unmut aufseiten der jüngeren Spieler. Die Spaltung im Team war schon in Russland ein großes Problem. Löw scheint es nicht in den Griff zu bekommen.

Die Vergabe der EM 2024 nach Deutschland hat die Debatte über das Führungspersonal im DFB überdeckt. Sie wird nun wieder an Fahrt aufnehmen.

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