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Eintracht Frankfurt

Kommentar: Es droht der Alptraum

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Um es gleich zu sagen: Scheitern ist erlaubt. Das gilt auch für einen Pokalsieger. Allein die Art und Weise, wie der Bundesligist, der seine Zukunft nach dem Pokaltriumph vor rund drei Monaten so

Um es gleich zu sagen: Scheitern ist erlaubt. Das gilt auch für einen Pokalsieger. Allein die Art und Weise, wie der Bundesligist, der seine Zukunft nach dem Pokaltriumph vor rund drei Monaten so rosig malte, bei einem Viertligisten auftrat, geht gar nicht. Die Frankfurter scheiterten vor allem deswegen, weil sie in Ulm das vermissen ließen, was sie beim DFB-Pokalsieg gegen den FC Bayern München selbst noch ausgezeichnet hatte: das Herz und die Leidenschaft. Und dann geht es eben ganz schnell: Aus Pokalhelden werden Pokaldeppen.

Da hilft es auch nicht, auf die Bundesliga-Prominenz zu verweisen, die sich ebenfalls schwer tat. Die Bayern, Leverkusen, Schalke: Alle nur knapp weiter. Aber eben weiter. Und während die Konkurrenz weiterhin vom Pokalsieg träumen darf, scheint sich die Saison, die noch nicht einmal richtig begonnen hat, für die Eintracht schon zum Alptraum zu entwickeln: Die Schlappe gegen die Bayern im Supercup, das peinliche Pokal-Aus in Ulm, Neuzugänge, die ihre Tauglichkeit (noch?) vermissen lassen, Stammkräfte, die (noch) ein Schatten ihrer selbst sind. Und die Verantwortlichen? Sie bitten um Zeit. Was auch sonst? Andernfalls müssten sie jetzt schon ihre eigene Ein- und Verkaufspolitik hinterfragen.

Doch Zeit gibt es im schnelllebigen Fußballgeschäft nicht mehr. Zwei weitere Wettbewerbe warten auf die Eintracht. Demnächst die Europa League und nächste Woche schon der Bundesligastart. Dort kann schnell der Kampf gegen den Abstieg drohen, wenn nicht von Beginn an gepunktet wird. Scheitern? In der Bundesliga keine Option.

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