Ausschreitungen beim DFB-Pokal-Spiel 1. FC Magdeburg - Eintracht Frankfurt.
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Ausschreitungen beim DFB-Pokal-Spiel 1. FC Magdeburg - Eintracht Frankfurt.

Kommentar: Finden oder Ausschluss

  • vonKlaus Veit
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Wenn Axel Hellmann, der eigenen Fanszene eigentlich positiv gegenüber stehende Marketingvorstand der Frankfurter Eintracht, von Kriminellen spricht, die aussortiert werden müssen, dann muss etwas Außergewöhnliches passiert sein.

Wenn Axel Hellmann, der eigenen Fanszene eigentlich positiv gegenüber stehende Marketingvorstand der Frankfurter Eintracht, von Kriminellen spricht, die aussortiert werden müssen, dann muss etwas Außergewöhnliches passiert sein.

Der Mob unter den Eintracht-Anhängern hatte in Magdeburg (wieder einmal) hässlich auf sich aufmerksam gemacht, als zwei Raketen in einen Magdeburger Block flogen. Offiziell in einen „Familienblock“, in dem sich aber auch rechtsradikale Hooligans befanden. Doch deren widerliche Schmähungen rechtfertigen es nicht, Menschen mit Absicht in Gefahr zu bringen.

Schon die Tatsache, dass Raketen ins Stadion gebracht wurden, beweist, dass man hier auf Straftaten vorbereitet war. Und auch das Bemalen der Gesichter in den Eintracht-Farben mag zwar für manche ein Zeichen ihrer Verbundenheit gewesen sein, für andere jedoch der Versuch, eine Identifikation zu erschweren.

Die Eintracht weiß, dass ihr – wieder einmal – eine harte Strafe droht. Sie geht deshalb in die Offensive, fordert die Fans auf, bei der Suche nach den Tätern zu helfen. Was bisher immer daran scheiterte, dass viele zwar solche Ausschreitungen eigentlich ablehnen, aber es für unmöglich hielten, andere Fans bei den „verhassten Bullen“ zu denunzieren.

Es kann sein, dass sich das diesmal ändert. Dass Hellmanns Appell Früchte trägt. Die Äußerungen in sozialen Netzwerken deuten zumindest darauf hin, dass die Geduld der Vernünftigen überstrapaziert wurde, dass sie die Schnauze voll haben von Typen, die angeben, Eintracht-Fans zu sein, diesem Verein und der Mannschaft aber immer wieder schaden.

Gelingt es nicht, die Täter zu fassen, sollte der DFB zum allerletzten Mittel greifen: Pokal-Ausschluss! Es reicht, das Fass ist übergelaufen. Man muss nicht warten, bis es Opfer gibt.

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