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Kommentar zu Hambüchen: Besser geht’s nicht

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Von: Katja Sturm

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ARCHIV - Fabian Hambüchen jubelt am 16.08.2016 in Rio De Janeiro, Brasilien, nach seinem Sieg am Reck während der Olympischen Spiele 2016. (zu dpa «Hambüchen denkt über Comeback bei Turn-WM nach: «Sag niemals nie»» vom 01.05.2017) Foto: Lukas Schulze/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
ARCHIV - Fabian Hambüchen jubelt am 16.08.2016 in Rio De Janeiro, Brasilien, nach seinem Sieg am Reck während der Olympischen Spiele 2016. (zu dpa «Hambüchen denkt über Comeback bei Turn-WM nach: «Sag niemals nie»» vom 01.05.2017) Foto: Lukas Schulze/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ © Lukas Schulze (dpa)

Die Geschichte, die da im vergangenen August zu Ende gegangen war, schien fast zu schön, um wahr zu sein. Mit seiner allerletzten Übung auf der Weltbühne des Kunstturnens sicherte sich Fabian Hambüchen

Die Geschichte, die da im vergangenen August zu Ende gegangen war, schien fast zu schön, um wahr zu sein. Mit seiner allerletzten Übung auf der Weltbühne des Kunstturnens sicherte sich Fabian Hambüchen das, wonach er so lange gestrebt und wonach er sich zuvor mehrmals vergeblich gestreckt hatte: die olympische Goldmedaille am Reck. Ein perfekter Abschluss für eine herausragende Karriere.

Natürlich ist nachvollziehbar, dass dem früheren Welt- und Europameister ab und an die Hände kribbeln. Zumal er mit jetzt 29 Jahren längst nicht zu den ältesten Eisen in der Szene zählen würde; zudem ein Großereignis im eigenen Land stets eine besondere Motivation darstellt. Das hat Hambüchen bei der stimmungsvollen WM 2007 in Stuttgart erlebt, wo er einen ganzen Medaillensatz gewann. Und das hat ihm gerade der bereits 36 Jahre alte Rumäne Marian Dragulescu vorgemacht, der bei den Europameisterschaften im April in Cluj sogar noch für einen Titel gut war.

Hambüchen selbst jedoch hatte nach jahrelanger Schinderei bei seinem Abschied vom Spitzensport die Gesundheit als ein wichtiges Argument für seine Entscheidung ins Feld geführt. Diese noch einmal aufs Spiel zu setzen will wohlüberlegt sein. Zumal der Sportstudent, anders als andere ehemalige Topathleten, nicht den Eindruck erweckt, als käme er im Alltag abseits der Wettkämpfe nicht zurecht.

Obwohl man den selbstbewussten Bewegungskünstler im Rampenlicht durchaus vermisst, kann man nur hoffen, dass seine Ankündigung eines möglichen Comebacks aus einer Laune heraus und ohne Ernsthaftigkeit geschah. Schließlich gibt es für Hambüchen nichts mehr zu gewinnen, was er nicht schon hat. Und das Märchen, das er schrieb, kann kein besseres Ende mehr finden.

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