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Kommentar zum Radfahren: Verantwortung der Eltern

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Es ist traurig, aber wahr: In Berlin nimmt die Hälfte einer Grundschulklasse nicht an der Fahrradprüfung in der vierten Klasse teil, weil sie schlicht und ergreifend nicht Fahrradfahren können.

Es ist traurig, aber wahr: In Berlin nimmt die Hälfte einer Grundschulklasse nicht an der Fahrradprüfung in der vierten Klasse teil, weil sie schlicht und ergreifend nicht Fahrradfahren können. Und das sind in aller Regel Kinder, die schon neun oder zehn Jahre alt sind. Auch in Hessen ist es um die Radfahrkünste der Kleinen ebenfalls nicht zum Besten bestellt. Auch hier fallen jährlich immer mehr Kinder durch die Fahrradprüfung. Und das in einer Zeit, in der Radfahren als umweltbewusste Art der Mobilität schlechthin gefördert und propagiert wird.

An dieser Stelle darf die Frage erlaubt sein, wo die Eltern der Kinder, für die Radfahren ein Buch mit sieben Siegeln ist, ihre Verantwortung sehen? Sie sind es nämlich, die ihrem Nachwuchs die Kulturtugend Radfahren näher bringen müssen. Die Schule und die Polizei können das sicher nicht leisten.

Und noch etwas sollten Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben: die Freude am Sport, die Freude an der Bewegung. Denn dadurch wird die Mobilität des Nachwuchses geschult, das hilft ihnen später auch beim Radfahren. Wer beweglich ist und sein Gleichgewicht halten kann, lernt dann ganz schnell, wie schön Radfahren sein kann.

Eine Forderung geht bei diesem Thema aber auch an Schule und die Kommunen. Letztere sollten dafür sorgen, dass die Infrastruktur für die Radfahrer auf den Straßen stimmt und kein lebensgefährliches Unterfangen ist. Und die Schulen müssen im Unterrichtsfach Sport den Spaß vermitteln, den das Fach verdient. Dann bleibt auch der Bewegungssport Radfahren bei den Kindern nicht auf der Strecke.

politik@fnp.de Bericht auf Seite 1

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