Bayern Münchens fünfte Meisterschaft in Folge

Kommentar: Schale ohne Wert?

Das ist keine Meisterschaft, über die sich die Bayern überschäumend freuen. Nach dem verpassten Triple hätte es wenigstens wieder mal ein Double sein sollen.

Das ist keine Meisterschaft, über die sich die Bayern überschäumend freuen. Nach dem verpassten Triple hätte es wenigstens wieder mal ein Double sein sollen. Nun beenden die Münchner die Fußball-Saison als Singles.

Putzig, dass die Herren Rummenigge und Hoeneß darüber in einen kleinen Deutungsstreit geraten sind. Die Meisterschale – früher hatte sie einen Wert, den niemand wegreden konnte oder wollte.

Wichtiger aber ist die Analyse der Lage hinter den Bayern. Keinem anderen Bundesliga-Spitzenclub gelang es, eine halbwegs perfekte Saison abzuliefern – und damit zu einem echten Herausforderer zu erwachsen. Das ist auf Dauer nicht gut für die Liga.

Borussia Dortmund, 2012 zuletzt deutscher Meister, fehlte es nach dem Umbruch noch deutlich an Konstanz, um auf dem Level der Bayern mitzuspielen. Clubs wie Schalke 04, Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg – zumindest von ihrem Anspruch her eindeutige Europa-Kandidaten – trennten mit ihren vielschichtigen Problemen Welten von den Münchnern. Leverkusen und Wolfsburg kämpfen gar gegen den Abstieg.

Bahn frei für junge, hungrige Teams wie Leipzig und Hoffenheim. Ob diese beiden aber auch für die Champions League eine Bereicherung sind, muss sich erst noch zeigen.

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