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Nils Petersen (l.), hier mit Aleksandar Dragovic aus Österreich.

WM-Kader

Kommentar: Streichkandidaten drängen sich nicht auf

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Wie sich die Zeiten ändern: Im Frühjahr 2006 hatte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ein WM-Testspiel in Italien 1:4 verloren. Das Thema beschäftigte die Nation. Es kam allen Ernstes die Frage auf: Kann Jürgen Klinsmann Bundestrainer bleiben?

Wie sich die Zeiten ändern: Im Frühjahr 2006 hatte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ein WM-Testspiel in Italien 1:4 verloren. Das Thema beschäftigte die Nation. Es kam allen Ernstes die Frage auf: Kann Jürgen Klinsmann Bundestrainer bleiben?

Am Samstagabend hat die DFB-Elf wieder ein WM-Testspiel verloren: 1:2 in Österreich. Das ist nicht schön, weil Niederlagen gegen das Nachbarland seit der Weltmeisterschaft 1978 und der „Schmach von Córdoba“ emotional aufgeladen sind. Über Joachim Löw diskutiert allerdings niemand. Höchstens mittelbar. Es stellt sich nämlich die Frage, ob der sogenannte „zweite Anzug“ der Nationalmannschaft das Zeug dazu hat, beim Turnier in Russland einzuspringen, wenn Not am Mann ist.

In der Aufstellung von Klagenfurt wird das Team ohnehin nie mehr spielen. Es hat sich von den Reservisten aber auch niemand für weitere Einsätze aufgedrängt. Vor allem Streichkandidaten wie Julian Brandt, Nils Petersen, Sebastian Rudy oder Leroy Sané, die noch um einen Platz im endgültigen WM-Kader bangen müssen, haben ihre Chance nicht genutzt.

Und so hat dieses Spiel nur den Etablierten etwas gebracht, Manuel Neuer zum Beispiel. Der Fuß hält, große Fehler hat er vermieden. Marc-Andre tes Stegen muss zähneknirschend hinnehmen, dass er bei der WM wohl nur der Torhüter Nummer zwei ist.

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