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An der Frankfurter Börse können Anleger aus rund 1200 börsengehandelten Fonds (ETFs) auswählen. Dabei werden allein auf den Dax sieben verschiedene ETFs angeboten.

Dax-Konzerne

Kommentar: Thema Gewinnmotor stottert

Die 30 Dax-Konzerne steuern auf ein Rekordjahr zu. Soviel Profit wie 2017 werden sie voraussichtlich noch nie eingefahren haben. Im dritten Quartal hat es allerdings einen leichten Dämpfer gegeben.

Die 30 Dax-Konzerne steuern auf ein Rekordjahr zu. Soviel Profit wie 2017 werden sie voraussichtlich noch nie eingefahren haben. Im dritten Quartal hat es allerdings einen leichten Dämpfer gegeben. Im Schnitt sind die Gewinne (Berechnungen der Beratungsgesellschaft Ernst&Young zufolge) um neun Prozent gesunken.

Generell laufen die Geschäfte gut. Die Umsätze sind weiter gestiegen, wenn auch nicht mehr so deutlich, wie in den Vorquartalen. Auch die Zahl der Beschäftigten ist gestiegen. Das zeigt, dass die Unternehmen auch weiterhin einen optimistischen Blick auf die Lage werfen. Kein Wunder also, dass der Ifo-Geschäftsklimaindex auf ein neues Rekordhoch geklettert ist.

Die sinkenden Gewinne begründen viele mit dem Wandel der Wirtschaft. Digitalisierung, Energiewende und Dieselskandal hinterlassen tiefe Spuren. Der Umbau kostet Geld, Arbeitsplätze, doch manchmal schaffen die Investitionen auch neue Jobs, um den Wandel zu beschleunigen. Ein Beispiel dafür ist Siemens. Der Konzern ist gerade wegen seiner drastischen Pläne zum Jobabbau in den Schlagzeilen. Im für Siemens im September abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen unterm Strich Arbeitsplätze geschaffen, wenn auch nur in den lukrativen Bereichen, während in den defizitären Teilen bereits gestrichen worden ist.

Auch andere Konzerne sehen sich mit großen Kostenblöcken konfrontiert. Der absehbare Ausstieg aus der Braunkohle stellt RWE vor riesige Umwälzungen. Die deutschen Automobilhersteller müssen nicht nur den Abgasskandal juristisch aufarbeiten sondern fit für die elektromobile Zukunft werden. Die größte Herausforderung dürfte aber generell die Digitalisierung sein, die wohl an keiner Branche spurlos vorbeigehen wird. Bei den meisten Unternehmen dürfte sich der Wandel leise vollziehen. Kostenlos ist er nicht zu haben.

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