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Konsequent

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Von: Christian Heimrich

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Was genau passiert ist, wird bei Borussia Dortmund „intern“ behandelt. Aber es gibt ja die segensreiche Erfindung der sozialen Netzwerke.

Was genau passiert ist, wird bei Borussia Dortmund „intern“ behandelt. Aber es gibt ja die segensreiche Erfindung der sozialen Netzwerke. Seitdem sie das öffentliche Leben bespielen, hört sich ein Wort wie „intern“ wie ein schlechter Witz aus der Steinzeit an. Anders gesagt: „Intern“ bleibt heutzutage so gut wie nichts mehr. Irgendjemand twittert immer.

Oder stellt Fotos ins Netz. So kam heraus, dass Pierre-Emerick Aubameyang zu Wochenbeginn mit Entourage und im Privatjet nach Mailand geflogen ist. Am Dienstagmorgen kam er dann zu spät zum Treffen der Mannschaft. Zur Erinnerung: Für die Borussia lief es zuletzt in der Fußball-Bundesliga nicht so gut. Und am Mittwochabend stand schon wieder ein nicht ganz unwichtiges Champions-League-Spiel an.

Da kann man schon verstehen, dass so jemandem wie Thomas Tuchel der Kragen platzt. Der Dortmunder Trainer ist schon rein äußerlich ein absoluter Asket. Tuchel und Aubameyang, der junge Lebemann aus Gabun – da prallen eigentlich Welten aufeinander.

Tuchels Signal in Sachen Disziplin war eindeutig und konsequent: Auch ein Torjäger von gehobenem Format darf keine Extrawürste braten, wenn das Team, gerade eine Hungerphase durchmacht. Der BVB ist auch ohne Aubameyang ins Achtelfinale eingezogen. Tuchel hat hoch gepokert und gewonnen.

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