Kanzlerin Merkel im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz. Rechts neben ihr: Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
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Kanzlerin Merkel im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz. Rechts neben ihr: Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Zehn Jahre Stiftung

Merkel im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz empfangen

Erstmals besucht Angela Merkel das ehemalige deutsche Konzentrationslager in Auschwitz. Vor ihr waren die Kanzler Helmut Schmidt und Helmut Kohl dort. Für einen Überlebenden zählt schon die Symbolik des Besuchs der Kanzlerin.

Oswiecim (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz vom polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki empfangen worden.

Morawiecki wurde vom Direktor der Gedenkstätte und Präsidenten der Stiftung Auschwitz-Birkenau, Piotr Cywinski, begleitet. Merkel wollte im Stammlager Auschwitz unter anderem eine Gaskammer und ein Krematorium besichtigen. An der "Schwarzen Wand" des Lagers war eine Gedenkminute geplant. Dort waren Tausende Häftlinge erschossen worden.

Anschließend wollte Merkel das ehemalige deutsche Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau besuchen. Dort will sie in Anwesenheit von Morawiecki und weiterer Gäste eine Rede halten. Danach ist ein Gang durch das NS-Vernichtungslager geplant. Es ist der erste Besuch Merkels in Auschwitz. Vor ihr hatten schon die Kanzler Helmut Schmidt (SPD) und Helmut Kohl (CDU) die Gedenkstätte besucht.

Anlass für Merkels Besuch ist das zehnjährige Bestehen der Stiftung Auschwitz-Birkenau, die sich für den Erhalt der Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Lagers einsetzt. Angesichts der historischen deutschen Verantwortung stellen Bund und Länder für die Erhaltung der Gedenkstätte zusätzlich insgesamt 60 Millionen Euro zum Kapitalstock der Stiftung zur Verfügung. Merkel wurde unter anderem vom Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, begleitet.

Das nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im von Deutschland besetzten Polen gilt weltweit als Symbol für den Holocaust. Nach Schätzungen starben dort mehr als eine Million Menschen, zumeist Juden.

Internetauftritt der Stiftung Auschwitz-Birkenau (engl.)

Informationen zu Auschwitz I - Stammlager

Informationen zu Auschwitz II - Birkenau

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