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Miroslav Klose: Nach Hause

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Von: Christian Heimrich

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Miroslav Klose hätte einen anderen Weg wählen können. Einen lauteren, bunteren. In den Operettenligen dieser Welt bekommen Männer mit seiner Reputation sehr viele Dollar, Yuan oder Rubel geboten,

Miroslav Klose hätte einen anderen Weg wählen können. Einen lauteren, bunteren. In den Operettenligen dieser Welt bekommen Männer mit seiner Reputation sehr viele Dollar, Yuan oder Rubel geboten, damit sie dort ihre Fußball-Karriere austrudeln lassen.

Aber so ist der ehemalige Top-Stürmer der deutschen Nationalmannschaft nicht gestrickt. Klose ist ein stiller, bescheidener Vertreter in einem aufgeregten Geschäft. Im Zweifel hat der gebürtige Pole immer den geraden Weg gewählt. Und der führt ihn jetzt, etwas mehr als zwei Jahre nach seinem Rücktritt aus dem Weltmeister-Team, zurück zum Deutschen Fußball-Bund (DFB). Es ist ein bisschen so, als ob Klose heimkommt – und dort jetzt wieder mithilft.

Einen Fehler machen beide Seiten in keinem Fall. Als WM-Rekordtorschütze, vor allem aber als Mensch genießt Klose im DFB-Team höchstes Ansehen – insbesondere bei seinem alten und neuen Chef Joachim Löw. Er schmückt den Trainerstab als Identifikationsfigur und Experte in der momentan so heiß diskutierten Stürmerfrage. Die Spieler werden davon profitieren. Wenn einer weiß wie man „knipst“, dann der „ewige Miro“.

Klose wiederum wird wichtige Einblicke in den von ihm angestrebten Trainerberuf erhalten. Ohne gleich dem allergrößten Druck ausgesetzt zu sein.

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