Blick in Saal beim Prozess um den Mord an Walter Lübcke
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Blick in den Saal bei einem Verhandlungstag im Prozess im Fall der Ermordung Walter Lübckes.

Interview mit CDU-Politiker

Nach dem Mord an Walter Lübcke sieht Michael Brand auch die Schuld bei der AfD

Der Fuldaer CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand (47) hat als Freund von Walter Lübcke die Familie des ermordeten Regierungspräsidenten während des Prozesses begleitet. Im Interview mit der Fuldaer Zeitung schildert er seine Eindrücke.

Fulda - Der Bundestagsabgeordnete Michael Brand aus Fulda* schildert im Interview, ob der Mord-Prozess aus seiner Sicht für Aufklärung gesorgt hat: „Wir kennen nicht die ganze Wahrheit, es gibt weiter offene Fragen und Widersprüche. Dass der Mörder ein Geständnis abgelegt hat, haben wir einzig der gefundenen DNA-Spur zu verdanken. Da ist ein Verdienst unserer Sicherheitsbehörden, der Experten im LKA Hessen*. Die lebenslange Haft war zwingend.“

Zur Rolle der AfD im Mord an Walter Lübcke sagte Brand*: „Zum Tatablauf und zur Tatortanalyse hat das Gericht leider nicht alle Beweismöglichkeiten genutzt. Gezielt vernichtete Kommunikation unmittelbar nach der Tat und Falschaussagen aus der rechtsextremen Szene vor Gericht haben manches eben nicht aufklären können. Wir wissen nicht, ob eine terroristische Vereinigung gezielt einen Vertreter des Staates ermordet hat. E. war kein einsamer Wolf, er bewegte sich in einer Szene. Dazu gehört ein politischer Arm mit der AfD, Pegida-Kagida und anderen, wo die beiden Angeklagten immer wieder aktiv waren.“ *Fuldaerzeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

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