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Neuer Glanz für antiken Schatz

Neuer Glanz für antiken Schatz

Restauratorin Angelika Ulbrich betrachtet eine historische Kostbarkeit. Fast 2000 Jahre lag der vergoldete Bronzekopf eines Pferdes am Boden

Restauratorin Angelika Ulbrich betrachtet eine historische Kostbarkeit. Fast 2000 Jahre lag der vergoldete Bronzekopf eines Pferdes am Boden eines Brunnens im mittelhessischen Waldgirmes. Nun hat Ulbrich ihm in einjähriger Arbeit ein Stück vom alten Glanz zurückgegeben. Vom morgigen Sonntag an ist der Pferdekopf in einer Dauerausstellung im Römermuseum Saalburg in Bad Homburg zu sehen. Die Skulptur gilt als eine wissenschaftliche Sensation, die auf einer Stufe mit dem Keltenfürsten vom Glauberg steht. Denn durch sie hat sich der Blick der Wissenschaft auf die provinzialrömische Geschichte in Hessen geändert. Der Pferdekopf gehörte zu einer Reiterstatue, die vermutlich Kaiser Augustus darstellte. Das Besondere: Der Fundort Waldgirmes liegt in einem Gebiet, das nicht zum Römischen Reich gehörte. Dass dort ein vergoldetes Kaiserdenkmal stand, weist darauf hin, dass die Römer dort ein Zentrum erbauten, von dem aus eine Provinz verwaltet werden konnte. Diese Bestrebungen fanden nach der Niederlage der Römer in der Varusschlacht (9 n. Chr.) ein jähes Ende. aw/Foto: dpa

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