Obdachlos oder wohnungslos?

Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit werden oft verwechselt oder gleichgesetzt. Unter www.diakonie.de/wissen-kompakt/obdachlosigkeit wird der Unterschied erklärt: Demnach bezeichnet Obdachlosigkeit

Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit werden oft verwechselt oder gleichgesetzt. Unter wird der Unterschied erklärt: Demnach bezeichnet Obdachlosigkeit lediglich einen Teil der Wohnungslosigkeit. Obdachlos sind Menschen, die keinen festen Wohnsitz und keine Unterkunft haben. Sie übernachten im öffentlichen Raum wie Parks, Gärten oder U-Bahnstationen.

Als wohnungslos werden alle Menschen bezeichnet, die keinen Mietvertrag haben. Sie leben beispielsweise in einer Notunterkunft, einer stationären oder einer kommunalen Einrichtung oder bei Freunden.

Einen „typischen“ Wohnungslosen gebe es nicht, heißt es weiter. Zu den Risikofaktoren gehören neben wirtschaftlichen Notlagen einschneidende Erlebnisse wie ein Schicksalsschlag und der Verlust des sozialen Umfelds. Dazu können zählen: Verlust der Arbeit, Schulden, Trennung oder Scheidung, häusliche Gewalt, Haftentlassung, akute oder chronische Krankheiten, psychische Probleme wie Depression, Schizophrenie oder Sucht, Anstieg von Mieten und Gentrifizierung, das heißt Verdrängung von ärmeren Menschen aus bestimmten Stadtvierteln.

Ein Teufelskreis entstehe, wenn die Betroffenen nicht in der Lage seien, Hilfe anzunehmen, wenn das Hilfesystem keine passenden Hilfen anbiete, notwendige Hilfe verweigere oder den Betroffenen im Einzelfall sogar ungeeignete Hilfe aufgedrängt werde. ran

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