Das Papier nicht wert

  • VonKlaus Veit
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Wunderbar, jetzt haben sich alle wieder lieb bei der Frankfurter Eintracht! So steht es zumindest in einer Pressemitteilung, die der Fußball-Bundesligist am Donnerstag per Mail verschickte.

Wunderbar, jetzt haben sich alle wieder lieb bei der Frankfurter Eintracht! So steht es zumindest in einer Pressemitteilung, die der Fußball-Bundesligist am Donnerstag per Mail verschickte. Machtkampf? Nein, alle ziehen an einem Strang. Nur böse Buben wenden jetzt ein, dass man an einem Strang auch in verschiedene Richtungen ziehen kann.

In diesem Fall bin ich gerne ein böser Bube. Denn diese Pressemitteilung ist das Papier nicht wert, auf dem wir sie ausgedruckt haben. Axel Hellmann versichert beispielsweise, dass er keine internen Informationen aus dem Aufsichtsrat preisgegeben hat. Da macht sich ein starker Hustenreiz bemerkbar. Und dass mit Sascha Lewandowski nie geredet wurde. Gilt das auch für seinen Berater? Heribert Bruchhagen erklärt, dass er zu keinem Zeitpunkt an Rücktritt gedacht habe. Gut, dass er es nicht gemacht hat, aber auch dieser Satz ist höchstens mit einem Glas Rotwein zu ertragen.

Das einzig Gute ist, dass die beiden Vorstandsmitglieder der Eintracht eventuell aus den vergangenen Wochen gelernt haben. Dass es so nicht weitergehen kann. Dass in Zukunft auf einen Machtkampf verzichtet wird oder zumindest mit anderen Mitteln ausgetragen wird. Intern beispielsweise. Dass sich Axel Hellmann noch mehr überlegt, was er wem sagt.

Aber das wissen wir alle nicht. Denn diese Pressemitteilung war ein notwendiger, aber auch ein verzweifelter Versuch, Eintracht Frankfurt wieder in ein ruhigeres Fahrwasser zu bringen. Mal sehen, was die Zukunft im Stadtwald so noch alles bringt.

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