1. Startseite
  2. Politik

Peter Tauber: "Anschuldigungen gegen mich sind falsch"

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Es war ein mit Spannung erwarteter Auftritt: CDU-Generalsekretär Peter Tauber tritt beim Parteitag der CDU Main-Kinzig ans Podium, das heißt in seiner Heimat. Dabei nimmt er Stellung zu den aktuellen Mobbing-Vorwürfen gegen ihn. Die Reaktion der Delegierten fällt eindeutig aus.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber (42) hat auf dem Kreisparteitag seines Heimatverbandes CDU Main-Kinzig in Bruchköbel zu dem sogenannten „Kaninchen-Programm“ Stellung genommen. In dem neunseitigen parteiinternen Dokument aus dem Jahr 2006 wird beschrieben, wie die damalige Kreisgeschäftsführerin der Main-Kinzig-CDU, Anne Höhne-Weigl, aus ihrem Job gemobbt werden sollte.

Höhne-Weigl wird in dem Pamphlet, das vor einigen Tagen an die Öffentlichkeit gelangt ist, durchweg als „Kaninchen“ bezeichnet. Sie wirft Tauber vor, an der Entstehung beteiligt gewesen zu sein oder zumindest davon gewusst zu haben.

„Ich bin ein Mensch“

Der Generalsekretär bleibt am Freitagabend beim Kreisparteitag bei seiner bisherigen Aussage, nicht an dem Papier mitgeschrieben zu haben: „Ich habe es nicht verfasst, aber wie andere davon gewusst. Dass ich damals, in einer anderen Zeit und unter anderen Umständen, dazu geschwiegen und nicht nach anderen Wegen gesucht habe, tut mir leid“, sagt Tauber. „Ich bin Peter Tauber, ich bin ein Mensch, ich mache Fehler. Ich bin damals loyal gegenüber einem Freund geblieben.“

Die darüber hinaus gegen ihn geäußerten Vorwürfe weist er zurück. „Sie sind falsch und werden auch dadurch nicht wahrer, dass sie immer wieder in neuen Gewändern behauptet werden“, sagt er. Von ihm seien auch in Zukunft keine negativen Äußerungen über ehemalige Mitarbeiter zu erwarten: „Das gehört sich nicht. Ich wasche keine schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit.“ Eindeutig fällt die Reaktion der Delegierten aus: Tauber wird immer wieder von tosendem Applaus unterbrochen.

Keine Diskussion

Es gibt auch Unterstützung von prominenter Seite: Michael Boddenberg, Vorsitzender der hessischen CDU-Fraktion, stärkt Tauber in seiner Rede den Rücken und lobt seine Arbeit. Wortmeldungen oder Fragen der Delegierten zu den Vorwürfen gibt es im Anschluss nicht.

Eigentlich ging es bei dem Kreisparteitag um die Nominierung eines CDU-Kandidaten für die am 5. März anstehende Landratswahl. Bewerberin ist die in Indien geborene Kreispolitikerin Srita Heide.

Auch interessant

Kommentare