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Christian Weisner, Sprecher der Reformbewegung „Wir sind Kirche“, bezeichnete die im kommende Versammlung im Vatikan als einen „Schicksalsgipfel“. 

Treffen im Vatikan am Donnerstag

Reformbewegung „Wir sind Kirche“ spricht von „Schicksalsgipfel“

Im Vorfeld des Kirchen-Gipfels im Vatikan bezeichnete ein Vertreter der Reformbewegung „Wir sind Kirche“ die Versammlung als „Schicksals-Gipfel“. Es soll um sexuellen Missbrauch und seine Vertuschung durch die Kirche gehen. 

München - Für die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ ist der Umgang mit sexuellem Missbrauch in den eigenen Reihen die Schicksalsfrage der katholischen Kirche. Der Krisengipfel im Vatikan sei „ein Schicksalsgipfel“, sagte Christian Weisner, der Sprecher von „Wir sind Kirche“ am Mittwoch in München. „Es gibt viel Betroffenheitsgerede“. Nach dem Gipfel müssten aber Taten folgen.

„Wir brauchen klare Anweisungen, wie mit Verdachtsfällen umzugehen ist“, forderte Weisner. Es sei wichtig, dass die Kirche weltweit sexuellen Missbrauch als Verbrechen anerkennt und außerdem einräumt, dass eine „verbotsorientierte Sexualmoral“ Missbrauch von Kindern begünstige. „Ich erwarte, dass nach dem Gipfel manche Rücktritte folgen“, sagte Edgar Büttner, „Wir sind Kirche“-Sprecher im Erzbistum München und Freising.

Für diesen Donnerstag hat Papst Franziskus die Spitzen der Bischofskonferenzen der Welt zu einem Gipfel in den Vatikan geladen, um Missbrauch und jahrzehntelanger Vertuschung den Kampf anzusagen.

dpa

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