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Operation in einem Krankenhaus (Symbolbild): Welche Einrichtung gut und welche schlecht behandelt, soll bald für Patienten transparenter werden. 

Belohnung für gute, Bestrafung für schlechte Einrichtungen

Schlechte OPs in Krankenhäusern: Minister will Messergebnisse öffentlich machen

Gutes Krankenhaus, schlechtes Krankenhaus - das kann bei Patienten massiv über den Erfolg ihrer OP entscheiden. Spahn will nun den Patienten bei der Auswahl helfen.

Berlin/Rostock - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Diskussion über die Qualität im Gesundheitswesen angekündigt. „Ich bin mit dem, was wir bis jetzt an Qualitätsmessungen insbesondere im stationären Bereich in den Krankenhäusern haben, nicht zufrieden“, sagte Spahn in Rostock. Diese Messungen müssten dann auch ökonomische Folgen haben. „Wenn die Qualitätsmängel dauerhaft nicht abgestellt werden, werden auch diese Angebote dauerhaft vom Netz müssen.“

In diesem Zusammenhang müsse die Frage auch nach einer Mindestanzahl und Qualität bei bestimmten Operationen gestellt werden. Spahn erwähnte eine Spezialklinik, in der jährlich rund 2500 Prostata-Operationen auf dem OP-Plan stehen. In dieser Klinik sei das Risiko für Inkontinenz oder Impotenz als OP-Folge etwa um die Hälfte geringer als im Schnitt anderer Kliniken.

Es sei im Interesse der Patienten, wenn solche Ergebnisse künftig transparenter werden und daran auch die Bezahlung zu knüpfen, sagte Spahn. Er kündigte an, international nach Beispielen für die Qualitätsmessungen zu suchen. Dabei gehe es nicht nur um die Operation selbst, sondern auch um Beobachtungen in bestimmten Abständen noch Jahre danach. 

dpa

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