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Margret Grünewald-Bondu

Schüler fahren gerne nach Frankreich

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Seit 25 Jahren pflegt die Usinger Christian-Wirth-Schule (CWS) einen Austausch mit dem Collège Langevin in Romilly-sur-Seine. Romilly ist eine Kleinstadt in der Champagne und liegt 180 Kilometer nordöstlich von Paris.

Seit 25 Jahren pflegt die Usinger Christian-Wirth-Schule (CWS) einen Austausch mit dem Collège Langevin in Romilly-sur-Seine. Romilly ist eine Kleinstadt in der Champagne und liegt 180 Kilometer nordöstlich von Paris. „Seit 2011 haben wir für die älteren Schülerinnen und Schüler der Klassen einen neuen Austausch mit dem Lycée Montesquieu in Herblay ins Leben gerufen. Dieser Austausch ist durch die Lage der schönen Kleinstadt Herblay, die nur 20 Kilometer westlich von Paris entfernt ist, besonders reizvoll“, sagt Margret Grünewald-Bondu, Fachsprecherin Französisch an der CWS. Jeweils 20 bis 25 Kinder und Jugendliche aus beiden Ländern nehmen an diesen Austauschprogrammen teil. Obwohl das Feedback nach solchen Fahrten fast durchweg positiv sei, hat Grünewald-Bondu schon eine gewisse „Müdigkeit“ bei den Austauschfahrten in unser Nachbarland ausgemacht. Ein Grund könnte sein, dass der eine oder andere Schüler Europa schon „als zu nah“ empfinde und bevorzugte deshalb Austauschprogramme in Übersee. Beispielsweise die USA, Kanada und Neuseeland. Dabei spiele die sogenannte einfache Sprache Englisch keine unbedeutende Rolle.

Um Frankreich und seine Kultur wieder mehr in den Fokus zu rücken, wünscht sich die CWS-Fachsprecherin mehr Unterrichtsstunden für Französisch. Dabei solle nicht nur die sprachlichen Fertigkeiten der Schüler im Mittelpunkt stehen, sondern ihn auch Kultur und Landeskunde vermittelt werden. Schade findet es Grünewald-Bondu, dass die französische Regierung den Deutschunterricht schon seit einiger Zeit aus Kostengründen drastisch reduziert habe. „Zweieinhalb Stunden Deutschunterricht in der Woche reichen nicht aus, um die Sprache zu beherrschen“, sagt sie. Das schaffe bei den Schülern auch Unsicherheit, so dass sie vor diesem Hintergrund auf eine Austauschfahrt verzichteten.

Im Gegensatz hierzu biete die CWS auch mehrmonatige Aufenthalte in Frankreich für ihre Schüler an. „Die Schüler die drei Monate in Frankreich verbracht haben, kamen begeistert zurück. Und viele entscheiden sich dann auch für einen Leistungskurs im Fach Französisch“, freut sich Grünewald-Bondu.

(hin)

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