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SWR-Podcast „Sack Reis“ – Journalistin erneuert Vorwurf der Genozidleugnung

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Von: Moritz Serif, Nadja Austel

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Die Journalistin Melina Borčak rügt den SWR für einen Podcast.
Die Journalistin Melina Borčak rügt den SWR für einen Podcast, in dem eine Frau den Genozid an Bosniaken leugnete (Archivbild). © Darko Vojinovic/dpa/picture alliance

Die Journalistin Melina Borčak hält an ihrer Kritik fest. Indes verkündet der SWR, dass die aktuelle Folge des Podcastes „Sack Reis“ online bleiben werde.

Stuttgart - Die Journalistin Melina Borčak wirft dem SWR Genozidleugnung, Drohungen, Rassismus, Arroganz und Inkompetenz vor. In einer Folge des Podcasts „Sack Reis“ war eine Frau zu Wort gekommen, die vom Völkermord an Bosniaken nichts wissen wollte. Der Sender reagierte auf eine Presseanfrage von FR.de von IPPEN.MEDIA und entschuldigte sich. Allerdings werde die Folge „Kurz vor Krieg? Der zerbrechliche Frieden in Bosnien-Herzegowina“ aus „Transparenz“-Gründen weiterhin online bleiben, hieß es bei Twitter und Instagram.

Mittlerweile hat sich Borčak erneut zu Wort gemeldet und ihre Kritik bei Twitter wiederholt. Die Journalistin Melina Borčak reagierte am Mittwoch (17. August) auf ein Statement des SWR, das am Vorabend auf Twitter veröffentlicht worden war. Der SWR würde „in keiner Weise darauf eingehen, dass sie Dutzende falsche Fakten über Genozid verbreiteten“. Im Gegenteil, die Folge werde online bleiben.

SWR-Podcast „Sack Reis“: „Nichts passiert, bis der Skandal abgeflacht ist“

Dass der Podcast bis auf Weiteres pausieren solle, bis die Sache intern aufgearbeitet worden sei, sieht Borčak als mögliches Aussitzen der Situation: „Nichts passiert, bis der Skandal abgeflacht ist und danach machen sie weiter?“ Das Ganze ziehe sich seit vier Monaten hin, wiederholte sie – reichlich Zeit für Aufarbeitung, in der die betreffenden Journalisten und Journalistinnen weiter bezahlt würden, so Borčak. Sie forderte daher erneut, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und nannte diese mit vollem Namen. (Nadja Austel/Moritz Serif)

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