Viele Libanesen verschaffen ihrem Frust über die Zustände im Land Ausdruck. Foto: Marwan Naamani/dpa
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Viele Libanesen verschaffen ihrem Frust über die Zustände im Land Ausdruck. Foto: Marwan Naamani/dpa
Ein Demonstrant steht in Beirut auf einem Motorroller und gestikuliert vor einer Barrikade. Foto: Marwan Naamani/dpa
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Ein Demonstrant steht in Beirut auf einem Motorroller und gestikuliert vor einer Barrikade. Foto: Marwan Naamani/dpa
Ein Demonstrant mit Mundschutz sitzt mit ausgestreckten Armen vor einer brennenden Straßenbarrikade. Foto: Marwan Naamani/dpa
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Ein Demonstrant mit Mundschutz sitzt mit ausgestreckten Armen vor einer brennenden Straßenbarrikade. Foto: Marwan Naamani/dpa
Zwei Teilnehmer einer Demonstration fotografieren sich vor einer brennenden Straßenblockade mit einem Smartphone. Foto: Hassan Ammar/AP/dpa
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Zwei Teilnehmer einer Demonstration fotografieren sich vor einer brennenden Straßenblockade mit einem Smartphone. Foto: Hassan Ammar/AP/dpa
Die Steuerpläne der libanesischen Regierung sind Anstoß des Protests. Foto: Hassan Ammar/AP/dpa
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Die Steuerpläne der libanesischen Regierung sind Anstoß des Protests. Foto: Hassan Ammar/AP/dpa
Demonstranten stoßen mit Polizisten. Foto: Hassan Ammar/AP/dpa
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Demonstranten stoßen mit Polizisten. Foto: Hassan Ammar/AP/dpa
Unter anderem soll eine tägliche Gebühr von 0,20 US-Dollar auf die Nutzung von Kommunikationsdiensten wie WhatsApp erhoben werden. Foto: Hassan Ammar/AP/dpa
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Unter anderem soll eine tägliche Gebühr von 0,20 US-Dollar auf die Nutzung von Kommunikationsdiensten wie WhatsApp erhoben werden. Foto: Hassan Ammar/AP/dpa

Wirtschafts- und Finanzkrise

Tausende protestieren im Libanon

Es sind die größten Proteste im Libanon seit mehreren Jahren. Straßenbarrikaden und Autoreifen brennen, in einigen Straßen von Beirut liegt dichter Rauch in der Luft. Einer der Gründe für die Proteste ist eine Gebühr für Telefonate über WhatsApp.

Beirut (dpa) - Mit brennenden Barrikaden, Protestzügen und Blockaden haben Tausende Demonstranten das öffentliche Leben im Libanon größtenteils lahmgelegt. Schulen blieben geschlossen, ebenso wie viele Geschäfte an zentralen Plätzen in der Innenstadt von Beirut.

Die Proteste richteten sich gegen Korruption und geplante Sparmaßnahmen der Regierung des Mittelmeerstaates. Am Donnerstag hatte Informationsminister Dschamal Dscharra zunächst eine tägliche Gebühr von 0,20 US-Dollar auf die Nutzung von Kommunikationsdiensten wie WhatsApp zum Telefonieren bekanntgegeben.

Bereits in der Nacht zum Freitag waren Tausende Menschen in mehreren Städten des Libanon auf die Straße gegangen. Sie zündeten Straßenbarrikaden und Autoreifen an. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein. Bei Zusammenstößen wurden nach Angaben des Innenministeriums und des Roten Kreuzes etwa 60 Polizisten und mehr als 100 Demonstranten in der Hauptstadt Beirut verletzt.

Der Libanon mit 6,8 Millionen Einwohnern kämpft mit einer Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Staatsverschuldung liegt bei 86 Milliarden US-Dollar (gut 77 Milliarden Euro), was einer Quote von etwa 150 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht. Es ist eine der höchsten Schuldenquoten weltweit.

Angesichts der Proteste verkündete Telekommunikationsminister Mohammed Schukair nur Stunden nach der umstrittenen Entscheidung zur Gebühr für Internettelefonie, dass die Änderung nicht in Kraft treten werde. Die Proteste gingen dennoch weiter.

"Wir werden die Straße nicht verlassen, bis die Diebe in der Regierung nicht verschwinden", sagte der 27-jährige Mahmoud. Viele Demonstranten trugen die libanesische Flagge und forderten die Politiker zum Rücktritt auf. "Die Regierung und der Präsident müssen verschwinden. Alle Libanesen sind hungrig und haben kein Geld und keine Jobs", sagte Hania Mabsut.

Demonstranten stürmten unter anderem das Büro eines schiitischen Abgeordneten im Südlibanon. Sie blockierten auch die Hauptstraße in Richtung des internationalen Flughafens von Beirut. Einige Passagiere versuchten, zu Fuß mit ihren Koffern den Flughafen zu erreichen. Soldaten räumten am Freitag brennende Reifen und Barrikaden zur Seite und versuchten, blockierte Straßen zu öffnen.

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