„Tourismus hängt von Unterwasserwelt ab“

Sascha Janson (44) aus Ludwigshafen arbeitet seit drei Monaten als Tauchlehrer im Ressort Six Senses. Redakteurin Pia Rolfs befragte ihn zu seinen Erfahrungen.

Sascha Janson (44) aus Ludwigshafen arbeitet seit drei Monaten als Tauchlehrer im Ressort Six Senses. Redakteurin Pia Rolfs befragte ihn zu seinen Erfahrungen.

Wie macht sich der Klimawandel für die Touristen bemerkbar?

SASCHA JANSON: Die Fische sind noch da. Aber die Korallen sind in den letzten drei Wochen wieder ausgebleicht, das Meer wurde wärmer. Die Temperatur stieg von 28 auf 30 Grad. Das merkst du gleich. Beim Schnorcheln zeigt sich die Korallenbleiche deutlicher als beim Tauchen, da geht es ja tiefer runter.

Wie wichtig ist die Unterwasserwelt für die Urlauber?

JANSON: Sehr wichtig, davon hängt der Tourismus ab.

Werden Mücken bekämpft, die das Dengue-Fieber übertragen?

JANSON: Einmal pro Woche sprühen wir etwas gegen sie. Das hilft ganz gut. Aber Dengue-Fieber kann auf den Malediven mal vorkommen.

Im Februar wurde aufgrund politischer Unruhen der Ausnahmezustand ausgerufen, der bis März galt. Hat das zu vielen Stornierungen geführt?

JANSON: Nein, nur einige wenige Touristen haben sich von den Nachrichten abschrecken lassen.

Das Ressort hat 400 Mitarbeiter. Gibt es viel Kontakt zwischen den ausländischen und maledivischen Kollegen?

JANSON: Einige Einheimische sind uns gegenüber zurückhaltend, andere offener. Für die maledivischen Mitarbeiter gelten islamische Regeln, die trinken hier auch keinen Alkohol. Nur 30 bis 40 von ihnen sind Frauen. Die Eltern sehen es oft nicht gern, wenn sie in Ressorts arbeiten. In Indonesien zum Beispiel hatte ich mehr Kontakt zu den Einheimischen.

Sehen Sie das Ressort als künstliche Welt?

JANSON: Ja, aber das trifft ja auf Ressorts überall auf der Welt zu.

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